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Prachtschmerle

 (weitere Namen: Clownschmerle)

Prachtschmerle
Herkunft:Südost Asien
Entstehungsdatum:1852, Bleeker
Lebenserwartung:ca. 22 Jahre
Wissenschaftlicher Name:Chromobotia macracanthus
Familie:Schmerlen (Cobitiae)
Maße:15 bis 30 cm
Temperatur:23 bis 28 ºC
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Geschichte und Herkunft: [ bearbeiten ]

Heimat der Prachtschmerle ist der indonesische Raum, hier ist dieser hübsche Süßwasserfisch in den Flüssen und Seen von Borneo und Sumatra verbreitet. Die erste wissenschaftliche Abhandlung über die karpfenartige Prachtschmerle verfasste 1852 der Niederländer Pieter Bleeker. Er beschrieb die Population des Flusses Kwanten, der nahe der indonesischen Stadt Palembang im Südosten Sumatras liegt. Der lateinische Name beschreibt das äußere Erscheinungsbild der Prachtschmerle. Die Bezeichnung macracanthus bezeichnet den markanten Augendorn des Fisches, Botia ist der auf Sumatra verbreitete Name der Prachtschmerle und chromo bezieht sich auf das farbenprächtige Schuppenkleid.

Die als Aquarienfisch so beliebte Prachtschmerle ist im indonesischen Raum ein Speisefisch. Lange Zeit kamen als Aquarienfische meist Wildfänge in den Handel, da die Nachzucht dieser Tiere in Gefangenschaft recht schwierig ist. Heute wird die Prachtschmerle mit Hilfe von Hormongaben auch kommerziell erfolgreich gezüchtet.

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Äußeres Erscheinungsbild: [ bearbeiten ]

Das Schuppenkleid der Prachtschmerle trägt eine auffällige, ansprechende Färbung. Die orange Grundfarbe ist mit - meist drei – breiten, schwarzen, vertikalen Streifen gebändert, von denen einer immer im Kopfbereich liegt. Der Körper ist von sehr feinen Schuppen bedeckt, der Kopf ist recht groß und das Maul zieren markante Barteln. Bauch-, Brust- und Schwanzflossen sind orangefarben, während die After- und die Rückenflosse heller und von den Bändern durchzogen sind. Der Speiseplan der Prachtschmerle sollte ausreichend Abwechslung bieten. Neben Flocken- und Pflanzenfutter liebt sie Schnecken oder Schneckenlaich. Bietet der Speiseplan nicht genügend Auswahl, kann es passieren, dass die schöne Farbe der Fische verblasst.

Die männlichen Exemplare unterscheiden sich von den weiblichen durch ihre sichelförmig nach innen gebogene Schwanzflosse, dieses Merkmal bildet sich allerdings erst bei den erwachsenen Fischen heraus. Die langsam wachsende Prachtschmerle wird in ihrer natürlichen Umgebung bis zu 30 Zentimeter groß, in Gefangenschaft erreichen sie oft nur die Hälfte dieser Größe. In Freiheit und bei optimaler Haltung können diese Fische bis zu 20 Jahre alt werden.

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Temperament: [ bearbeiten ]

Prachtschmerlen sind Gesellschaftsfische, die in größeren Gruppen ein sehr friedliches Wesen zeigen. In zu kleinen Gruppen können sie aggressives und scheues Verhalten entwickeln. Gute Gesellschaftsfische zur Prachtschmerle sind zum Beispiel Barben oder Fadenfische. Von ihrem großen Bewegungsdrang erholen sich die Prachtschmerlen zwischendurch immer mal wieder und haben damit schon manchem Aquarienbesitzer einen Schreck eingejagt. Manchmal verharren sie so reglos, dass man meinen könnte, sie hätten ihr Leben ausgehaucht. Neben ihrer Bewegungsfreude zeichnen sich die Prachtschmerlen durch ihren recht ausgeprägten Mut aus. Diese Fische scheuen sich nicht davor, sich auch mit wesentlich größeren Fischen anzulegen. Auf Grund des Größenunterschiedes, können andere Fische diesem Verhalten aber meist gelassen entgegen treten.

Die Fische halten sich überwiegend in Bodennähe auf und untersuchen gerne ausgiebig den Aquariengrund. Die hübsche Prachtschmerle besitzt ein weit entwickeltes Sozialverhalten, oft haben die Schwärme einen Leitfisch und sie kommunizieren untereinander mit Knackgeräuschen. Wer diese lebhaften Tiere in sein Aquarium holen möchte, muss ihnen ausreichend Platz bieten – die Länge des Aquariums sollte 150 Zentimeter (350 Liter) nicht unterschreiten. Genügend Pflanzen und Verstecke, die den Tieren als Rückzugsraum dienen, sollten in jedem Aquarium selbstverständlich sein.

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