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Mongolische Rennmaus

ein kleiner Freund... (weitere Namen: Krieger mit Krallen)

Mongolische Rennmaus
Herkunft:Ostmongolei
Entstehungsdatum:1935
Lebenserwartung:2-3 Jahre
Wissenschaftlicher Name:Meriones unguiculatus
Familie:Langschwanzmäuse (Muridae)
Maße:10 bis 14 cm
Erhaltung der Art: gesichertSozialverhalten: Herdentier
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Geschichte und Herkunft: [ bearbeiten ]

Wie der Name schon sagt, lebt diese Art in den Steppen und Graslandschaften der Mongolei. Dort leben sie in großen Familienverbänden und graben weitläufige Höhlensysteme.  Erstmals entdeckt wurden sie 1866 von einem französischen Biologen der sie damals noch „gelbe Ratten mit behaarten Schwänzen“ nannte.

Erst um 1928 wurden 20 Zuchtpaare in der Natur gefangen und zu Zucht und Forschungszwecken nach Japan gebracht. Erst 1954 gelangten die ersten Nachkommen dieser Zucht in die USA und kurze Zeit später auch nach Europa.

Unter den Rennmäusen ist die mongolische Rennmaus die am häufigsten gehaltene Art.

 

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Äußeres Erscheinungsbild: [ bearbeiten ]
Das Durchschnittsalter liegt bei 3-4 Jahren, das Gewicht bei 65-100g und die Größe bei 9-14 cm, der Schwanz ist nochmals 9-12 cm lang. Mongolische Wüstenrennmäuse gibt es in der Naturfarbe (Hellbraun) sowie in einigen Zuchtfarben, z.B. schwarz und silbern. Die Hinterbeine der mongolischen Rennmäuse sind deutlich länger als die Vorderbeine. Daher können sie weit springen und ein hohes Tempo erreichen.

Rennmäuse haben ein sehr ausgeprägtes Sozial- und Gruppenverhalten. Sie dürfen nie allein gehalten werden, Gruppen von 2-4 Tieren sind optimal. Bei größeren Gruppen kann es zu Grüppchen Bildung kommen, was wiederum zu Revierkämpfen führen kann. Am besten hält man eine gleichgeschlechtliche Gruppe aus einem Wurf, wobei Männchen meistens friedlicher untereinander sind. Die Vergesellschaftung noch nicht geschlechtsreifer Tiere ist meist unproblematisch. Bei älteren Tieren stellt die Vergesellschaftung eine sehr große Herausforderung dar und sollte nur von erfahrenen Rennmaushaltern versucht werden. Bei älteren Tieren kann es durchaus zu Revierkämpfen kommen, die dann meist den Tod eines oder mehrerer Tiere bedeuten.

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Temperament: [ bearbeiten ]

Am besten zur Rennmaushaltung eignet sich ein Aquarium oder eine Kombination aus Aquarium und Gitterkäfig. Rennmäuse graben für ihr Leben gerne, weswegen es zu empfehlen ist mindestens 15-20cm Einstreu am Boden zur Verfügung zu stellen. In Gitterkäfigen erweist sich das als sehr problematisch, da die Streu an der Seite heraus fällt. Bei Aquarien sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass es nicht höher wie tief ist, da es ansonsten zu Problemen mit der Belüftung kommen kann und die Luft „steht“ (Beispiel: 100x60x60cm,lxbxh, ist in Ordnung, 100x60x70cm sind ungeeignet).

Noch vor einigen Jahren waren Rennmäuse bei uns relativ unbekannt, erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit. Sie werden zwar futterzahm (d.h sie fressen von der Hand), aber selten werden sie richtig handzahm und menschenbezogen wie z.B. Ratten oder Frettchen.

Für etwas ältere Kinder sind sie als Haustiere geeignet, man sollte aber achtsam beim Umgang mit ihnen sein, da sie auch gerne mal beißen, wenn sie Angst bekommen.

Es gibt noch andere Arten von Rennmäusen wie z. B., die persische Rennmaus oder die Buschschwanz-Rennmaus. Diese Arten sind aber noch kaum vertreten in Europa.

 

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