Der Honiggurami wird auch Honigfadenfisch genannt und gehört zur Gruppe der Laryrinthfische. Sein wissenschaftlicher Name ist Colisa chuna. Die ersten Aufzeichnungen über den Honiggurami tauchen etwa 1822 auf. Der Fisch wurde aber erst um 1963 nach Europa gebracht.
Der Honiggurami lebt im Süßwasser und ist in den flachen Bereichen und Überschwemmungsgebieten der Flüsse Südasiens zu Hause. Genauer gesagt findet man ihn im Nordosten Indiens und in Bangladesch in den flacheren Bereichen des Ganges und im Brahmaputra. Der Fisch mag dichten Pflanzenbewuchs und Schwimmpflanzen, um sich zurückziehen zu können, wobei die Wassertemperatur zwischen 24 und 30 Grad Celsius betragen sollte. Starke Strömungen bekommen den Fischen nicht. Sie brauchen leicht fließendes bis stehendes Wasser, welches im Aquarium regelmäßig aufgefrischt werden muss.
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Die Honiggurami sind die kleinste Art der Fadenfische, denn sie werden nur 4 bis 5 cm lang. Der Körper des Fisches ist ockerbraun. Meistens lässt sich in der Mitte des Fischkörpers ein von der Oberlippe bis zum Beginn der Schwanzflosse verlaufendes braunes Band erkennen. Mit diesem Band kann der Fisch seine augenblickliche Stimmung anzeigen, indem er es mehr oder weniger deutlich sehen lässt. Dieses Band ist aber nicht bei jedem Fisch gleich stark ausgeprägt.
Wenn nicht gerade Balzzeit ist, kann man männliche und weibliche Fische nur sehr schwer voneinander unterscheiden. Das gleiche gilt auch für sehr junge Fische.
Sobald das Wasser mit mindestens 26 Grad Celsius warm genug ist, also etwa von August bis Oktober, beginnt die Balz der Männchen. Die Männchen übernehmen übrigens auch die Brutpflege. Zu dieser Zeit ändert der männliche Honiggurami seine Farbe. Er zeigt sich jetzt in einem intensiveren braunrot bis orangerot. Der hartstrahlige Teil und der obere Rand der Rückenflosse nehmen eine zitronengelbe Farbe an. Über den Kopf, die Kehle und die Brust bis zur Afterflosse zieht sich ein schräges blauschwarzes bis schwarzes Band.
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Der Honiggurami ist ein friedlicher, ruhiger Fisch, der nur mit anderen friedlichen Fischen zusammengehalten werden kann. Er lebt in Schwärmen gemeinsam mit anderen Honigguramis.
Sie fressen hauptsächlich Fluginsekten, die sich auf der Wasseroberfläche befinden. Der Fisch beherrscht die Kunst, Insekten mit einem Wasserstrahl abzuschießen. Sieht er ein Insekt, welches gerade direkt über der Wasseroberfläche fliegt, so bespuckt er es mit Wasser, damit es auf das Wasser herunterfällt und gefressen werden kann. Für die Pflege im Aquarium ist aber auch geeignetes Fertigfutter erhältlich.
Wenn die Honigguramis sich fortpflanzen, verlassen sie ihren Schwarm. Das Männchen baut ein Nest aus Schaum an der Wasseroberfläche. Dann erst balzt es um ein Weibchen, indem es senkrecht vor diesem herumtanzt. Haben seine Bemühungen Erfolg, so laicht schon kurz darauf das Weibchen unter dem Nest ab. Das Männchen sammelt die Eier mit seinem Maul ein und spuckt sie in das Nest. Seine Aufgabe ist es nun, die Eier bis zum Schlüpfen zu bewachen. Danach muss es noch ein bis zwei Tage auf die Jungfische aufpassen und sie gegen Fressfeinde verteidigen.
Wenn man im Aquarium Jungfische aufziehen möchte, sollte man sich Rädertierchen beschaffen. Versucht man es mit Pantoffeltierchen, so wachsen die Fische nur sehr kümmerlich auf.
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