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Havaneser

 (weitere Namen: Bichon Havanais, White Cuban, Havana Silk Dog)

Havaneser
Herkunft:Kuba
Entstehungsdatum:18. Jahrhundert
Lebenserwartung:14 Jahre
Klassifizierung:Spielkamerad
Höhe:23 bis 29 cm
Gewicht:3 bis 6 Kg
Übung: durchschnittlichTraining: leichtKlima: heißinnen/außen: innenPflege: braucht PflegeFutter: durchschnittlichGröße: klein
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]
Der Havaneser ist ein kleiner Hund der zur Bichon Familie zählt, ursprünglich stammen sie aus dem westlichen Mittelmeerbecken entlang der spanischen und italienischen Küste. Während der Kolonialisierung Amerikas im 16. Jahrhundert nahmen spanische Seefahrer ihre Hunde mit auf die Reise, die genauen Rassen sind heute unbekannt, es müssen allerdings Rassen aus der Bichon Familie sein – wie zum Beispiel die Malteser, die Bologneser, die Bichon Frisé, oder möglicherweise auch alle.

Durch Kreuzungen dieser Hunde ist später der Havaneser entstanden. Viele dieser Hunde waren ein Handelsgut im 18. Jahrhundert und wurden an die reichen kubanischen Damen verkauft und verschenkt. Wie seine nahen Verwandten, war auch der Havaneser ein Begleithund, dadurch auch in direkter Verbindung mit den Aristokraten und den Adeligen, auch in Kuba war das nicht anders, da die Hunde das Haustier Nummer eins waren unter den Reichsten. Mitte des 19. Jahrhunderts, während der Revolution in Kuba, floh die Oberschicht und nur die Wenigsten hatten die Möglichkeit ihre Hunde mit sich zu nehmen.

Als Begleithund hatten die unteren Schichten natürlich keine Verwendung für den Havaneser. Mit geringer Beliebtheit und nur wenigen Exemplaren in den Vereinigten Staaten, war der Havaneser kurz vor dem Aussterben. Fakt ist, in den 1970er als Züchter die Rasse wieder entdeckten waren lediglich 11 Exemplare in den USA. Die Meisten der heutigen Havaneser stammen von genau diesen Hunden ab. Aufgrund der Seltenheit und der einzigartigen Geschichte, wuchs die Beliebtheit der Havaneser Rasse und entwickelte sich zum Trend. Berühmte Besitzer verhalfen der Rasse zu noch mehr Bekanntheit und der Havaneser ist heut zu Tage eine sehr beliebte Rasse.
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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]
Der Havaneser ist ein kräftiger, niederläufiger Hund, sein Haar ist lang, üppig, weich und leicht gewellt. Sein Gangwerk ist elastisch, lebhaft und elegant. Das Verhältnis zwischen Körperlänge und der Widderristhöhe beträgt 4:3. Sein Schädel ist flach bis wenig gewölbt, breit und die Stirn wenig ansteigend. Der Fang ist leicht progressiv gegen den Nasenschwamm, die Lefzen sind dünn und gut anliegend. Der Havaneser muss ein Scherengebiss haben, die Backen sind sehr flach, die Augen groß und so dunkel wie möglich. Die Umrandung sollte dunkelbraun oder schwarz sein (Pigment genannt), die Ohren sollten hoch angesetzt sein. Sie fallen längs der Backen und bilden eine Falte die sich leicht anhebt, sie sind von langen Fransen bewachsen und der Hals ist von mittlerer Länge.

Die Körperlänge übertrifft ca. 1/3 der Höhe des Hundes, die Oberlinie sollte gerade, über den Lenden leicht gewölbt, sein und die Kruppe gut abfallend und die Rippen Gut gewölbt, der Bauch gut aufgezogen, die Rute hoch getragen, als Krummstab oder vorzugsweise über den Rücken gerollt, die Behaarung ist seidig und lang. Vorderläufe sind gerade und parallel, Hinterhand gute Knochenstruktur und mäßige Winkelung. Pfoten sollten leicht länglich, Zehen eng aneinanderliegend sein, das Gangwerk sollte leichtfüßig elegant und elastisch sein. Das Haarkleid sollte schwach Unterwollig sein, das Deckhaar ist sehr lang (12 - 18 cm), weich und sollte lockige Strähnen bilden, die Stirnhaare dürfen leicht gekürzt werden damit die Augen sichtbar werden. Die Farben sind in verschiedenen Tönen vorhanden, vom reinweiß bis schwarz-tabak, dreifarbig bis gefleckt. Die Widerristhöhe der Havaneser reicht von 23 - 29 cm, das Gewicht von 3 - 6 kg (bis 7 kg tolerierbar).
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Temperament [ bearbeiten ]
Havaneser sind die geborenen Schoßhunde: gutmütig und sanft. Sie bauen eine extrem enge Bindung zu ihrer menschlichen Familie auf und können sehr gut mit Kindern umgehen. Sehr anhänglich und verspielt gepaart mit einem hohen Maß an Intelligenz. Diese fröhlichen Hunde sind sehr sozial und kommen mit jedem klar, egal ob Menschen, andere Hunde, Katzen, oder mit anderen Haustieren. Das Training mit einem Havaneser gestaltet sich einfach und ist meist unkompliziert, wobei sie sehr auf die Tonlage der Stimme ihrer Bezugsperson reagieren.

Schimpfen oder gar Bestrafungen wirken sich deshalb auch sehr schlecht auf die Beziehung aus, meist wird damit auch genau das Gegenteil bewirkt von dem, was man eigentlich erreichen will. Die kleinen Hunde genießen es sehr auf erhobenen Plätzen, wie einem Stuhl, zu sitzen um alles überblicken und überwachen zu können. Der Havaneser hat eine weit zurückreichende Erfolgsgeschichte als Zirkushund, sehr wahrscheinlich deshalb, weil die Tiere sehr schnell lernen und es genießen Kunststücke für Menschen vorzuführen.

Manche tendieren dazu gerne zu bellen, dabei liegt es nicht in der Natur des Havanesers ständig zu bellen. Es ist ratsam dem Tier schon in jungen Jahren beizubringen nicht ständig zu bellen, bevor es zur Gewohnheit wird. Havaneser sind gute Wachhunde, sie werden auch sofort auf einen Fremden hinweisen, doch sobald der Fremde sie freundlich begrüßt werden sie ihm freundlich entgegnen, deshalb eignen sie sich nicht sehr gut gegen Einbrecher, oder andere unerwünschte Gäste. Sollte ihr Hund allerdings nicht aufhören zu bellen obwohl der Fremde völlig ungefährlich ist, dann schenken sie ihm einfach kurz Aufmerksamkeit und lassen sie ihn spüren, dass sie seine Warnung vernommen haben, er wird daraufhin ruhig sein. Manche Hunde können scheu gegenüber Fremden wirken, es ist von Vorteil die Hunde schon im Welpenalter an Fremde zu gewöhnen um dieser Scheu vorzubeugen. Sie benötigen nicht sehr viel Auslauf, viel wichtiger für einen Havaneser ist es seinen eigenen Platz zu haben an dem er den ganzen Tag umher tollen kann.
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Gesundheit [ bearbeiten ]
Die Liste an Krankheiten die Havaneser aufweisen können ist unendlich lange, dabei gelten diese Tiere allgemein hin als eine sehr gesunde Rasse. Der Grund für die vielen Krankheiten die mit dem Havaneser in Verbindung gebracht werden ist im kleinen Genpool zu suchen, aus dem die Hunde hervorgegangen sind. Züchter aus der ganzen Welt beobachten die Tiere auf mögliche neue Krankheiten sehr genau, um sicherzustellen, dass keine Krankheit aufkommt die möglicherweise ernsthafte Folgen für die Population und auch die Popularität dieser Rasse haben könnte.

Um nur ein paar Krankheiten zu nennen: Taubheit, Hüft- oder Elenbogen Dysplasie, Patellaluxation, Achondroplasie und vieles mehr. Doch Besitzer sollten sich nicht verrückt machen, dies sind möglich Krankheiten die diese Hunde, wie viele andere Rassen auch, bekommen können.

Langhaarige Havaneser benötigen tägliche Fellpflege, insofern das Tier nicht bei Hundeshows zum Einsatz kommen soll, kann auch durchaus der Hundefrisör in Betracht gezogen werden. Hunde mit kürzerem Fell sind in der Regel pflegeleichter. Die Ohren sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gesäubert werden um Infektionen vorzubeugen.
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Trivia [ bearbeiten ]
Havaneser sind in der Regel teure Hunde, aufgrund ihrer Charaktereigenschaften. Käufer sollten bei billigen Havanesern immer vorsichtig sein, wahrscheinlich stammen die Tiere aus schlechten Umständen und weißen nicht die nötige medizinische Pflege auf.
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[ Sind Sie ein Experte für diese Rasse? Beschreibung bearbeiten (Moderiert) ]
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19.06
ciadao sagt:
Muss schon sagen ich züchte diese Rasse Havaneser seid 12 Jahren aber all diese Krankheiten kenne ich nicht (nur dass man Patella Untersucht)auch dort habe ich nie gehabt vielleicht haben wir in der Schweiz diese Krankheiten noch nicht!? oder habe ich einfach Glück gehabt?? mfg.ciadao
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