Mittel- und Südamerika sind das ursprüngliche Domizil dieser liebenswerten Meerschweinchen. Noch heute leben die Wildmeerschweinchen dort in Familien von 20 bis 30 Tieren zusammen. Sie halten sich vorherrschend in Höhenlagen von etwa 1500 bis 4000 Metern über dem Meeresspiegel auf. Im Jahresdurchschnitt liegen die Temperaturen dort zwischen 15 und 20 Grad. Am Tag suchen sie gern Unterschlupf in den buschigen Landschaften, verstecken sich in felsigen Gegenden und in Höhlen. Obwohl Meerschweinchen mit ihren Krallen sehr gut buddeln können, bewohnen sie jedoch immer verlassene Höhlen anderer Tiere. Am frühen Morgen und am Abend begeben sich die Tiere auf Nahrungssuche. Meerschweinchen sind ausschließlich Pflanzenfresser.
Bereits die Indianerstämme der Maya hielten sich Meerschweinchen als Haustiere, allerdings nicht als Mitbewohner zum Kuscheln, sondern als Opfertiere und zum Essen. Wie die Hausmeerschweinchen nach Europa kamen, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Angeblich brachten Kaufleute aus Holland die Tiere über das Meer mit nach Europa und weil sie übers Meer kamen, nannte man sie auch Meerschweinchen. Schweinchen wohl auch deshalb, weil sie genau so quieken können wie die richtigen Schweine.






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