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Monday, 31. March 2008
Autor: Richard Fussenegger
Autor: Richard Fussenegger

Der Bulbus glandis (der hintere Teil der Eichel, auch Knoten genannt) dichtet die Scheide der Hündin ab und dient des Weiteren zur festen Verankerung des Rüden und der Hündin. Im Verlauf des Deckaktes gibt der Rüde drei Flüssigkeiten ab, sogenannte Ejakulatfraktionen. Das Vorsekret besteht zum Großteil nur aus Wasser und wird schon während der Suche abgegeben, zwischen dem Aufsprung und dem Einführen. Sobald der Rüde sein Glied in die Scheide eingeführt hat und die Erektion ihren Höhepunkt erreicht hat wird das zweite Sekret abgegeben, eine spermienreiche Flüssigkeit. Während dieser Phase beginnt der Rüde sich zu drehen, soweit bis Hündin und Rüde in entgegengesetzter Richtung zueinander stehen. Die Beiden hängen jedoch durch den angeschwollenen Knoten (Bulbus glandis) noch zusammen, diese Phase dauert circa 15 Minuten, dies kann allerdings auch stark variieren. Während dieser Phase gibt der Rüde spermienarmes Prostatasekret von sich, dies dient dazu die Spermien zur Gebärmutter zu spülen.
Sollte es erstmal soweit gekommen sein, dass der Rüde sein Glied in die Vagina der Hündin eingeführt hat, ist es unter allen Umständen zu unterlassen irgendwie zu versuchen die Beiden wieder zu trennen. Auf Grund des angeschwollenen Knotens würden aus einer gewaltsamen Trennung gefährliche Verletzungen und starke Blutungen resultieren.
Die Trächtigkeit
Die Trächtigkeit der Hündin ist abhängig vom Zeitpunkt des Eisprungs und des Deckaktes. Erfolgen Deckakt und Eisprung zur selben Zeit, dauert die Trächtigkeit zwischen 61 – 65 Tagen. Erfolgt der Deckakt ein paar Tag zuvor oder danach verlängert beziehungsweise verkürzt sich die Trächtigkeitsdauer dementsprechend. Die Spermien von Hunden sind sehr langlebig, bis zu 6 Tage, deshalb kann eine Trächtigkeit sogar bei einer Befruchtung lange vor dem Eisprung noch einsetzen.
Nach circa der Hälfte der Trächtigkeitszeit lassen sich die ersten Anzeichen fest machen, die Zitzen richten sich auf, erscheinen rosa auf Grund der stärkeren Durchblutung und die Milchdrüsen schwellen an. Manchmal verlieren Hündinnen auch Haare um die Zitzen. Zum selben Zeitpunkt lässt sicht oftmals auch schon ein durchsichtiger und weißer Schleim an der Scheide erkennen. Ein erfahrener Untersucher kann im Zeitraum zwischen der dritten und vierten Woche die vergrößerte Gebärmutter ertasten – die Fruchtampullen. Ab dem 18. Tag ist eine Erkennung per Ultraschallgerät möglich, ab dem 25. Tag liefert die Ultraschalluntersuchung verlässliche Ergebnisse. Eine Röntgenuntersuchung ist ab dem 45. bis 50. Tag möglich, da zu diesem Zeitpunkt die Verknöcherung des Feten beginnt. Im letzten Drittel der Trächtigkeit beginnt die Hündin an Umfang zuzulegen, das Massenwachstum der Feten hat eingesetzt. In dieser letzten Phase lassen sich auch die Herzschläge der Feten abhören, die Frequenz der Schläge liegt deutlich über denen der tragenden Mutter. Wie stark sich der Umfang der Mutter erweitert hängt von Rasse und Anzahl der Feten ab.
Eine Woche bevor es zur Geburt kommt schwellen die Zitzen und die Vulva deutlich an, die Milchbildung setzt ein, oftmals ist auch geringer Scheidenausfluss auszumachen. Des weiteren kann sich das Verhalten der werdenden Mutter verändern.

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