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Monday, 17. March 2008
Autor: Richard Fussenegger
Autor: Richard Fussenegger

Im ersten Teil unserer Reihe Kastration bei Hunden wollen wir uns etwas näher mit der Fortpflanzung von Hunden beschäftigen. In der Regel gilt, dass Hündinnen zweimal pro Jahr läufig werden und Fortpflanzungsbereit sind. Rüden sind ab der Geschlechtsreife das ganze Jahr über Paarungsbereit.
Geschlechtsreife bei Rüden
Die Pubertät (Geschlechtsreife) von Rüden ist der Zeitpunkt an dem die Samenzellbildung einsetzt und die Hormone den Rüden animieren erste Paarungsversuche durchzuführen. Wann genau dieser Zeitpunkt ist hängt in erster Linie von der Größe der Rasse ab. Kleine Hunderassen erreichen in der Regel früher die Geschlechtsreife als große Hunderassen. Als Richtwert kann die Zeitspanne zwischen dem 5. und 8. Monat herangezogen werden, zu dieser Zeit beginnen die Rüden auch mit ihrem Markierverhalten.
Die Zuchtreife darf nicht mit der Geschlechtsreife in Verbindung gebracht werden. Dieser Begriff stammt aus der Zucht und wird für Rüden angewendet die körperlich und geschlechtlich voll entwickelt sind und somit für die Zucht eingesetzt werden können. Die Zuchtreife erreicht ein Rüde, auch hier ist es wieder abhängig von der Körpergröße, in der Regel zwischen seinem 12. und 24. Lebensmonat.
Geschlechtsreife bei Hündinnen
Die erste Läufigkeit bei Hündinnen setzt in der Regel zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat ein, wie bei den Rüden ist es auch bei weiblichen Hunden abhängig von der rassespezifischen Größe. Allerdings spielen hier noch mehr Faktoren eine Rolle, genetische sowie individuelle Eigenschaften von Rassen und der Hündin selbst. So kann es durchaus sein, dass die erste Hitze (Läufigkeit) erst im 20. Monat eintritt. Allgemein lässt sich sagen, dass eine Hündin das erste mal Läufig wird wenn sie 2/3 des endgültigen Körpergewichtes erreicht hat.
Sollten Sie jemals vom Begriff "stille Hitze" in Verbindung mit der Läufigkeit von Hündinnen gehört haben, so umschreibt dieser Begriff lediglich den Umstand, dass bei manchen Tieren die erste Hitze kaum erkennbar ist da die typischen Anzeichen nicht auftreten. Übertriebenes lecken der Genitalregion, häufiges Urinieren und Interesse an Rüden sind die einzigen Hinweise auf Läufigkeit in diesem Fall.
Intervalle der Läufigkeit
Wie Eingangs schon erwähnt sind Rüden das ganze Jahr Paarungsbereit, Hündinnen in der Regel zweimal Jährlich. Zwischen den Läufigkeiten beträgt das Intervall durchschnittlich 6 - 7 Monate, jedoch ist dies nicht als Norm anzusehen! Alle Hündinnen weisen einen eigenen individuellen Zyklus auf, dreimal in zwei Jahren ist möglich so auch nur einmal Jährlich. Der Zyklus kann auch Rasse abhängig sein, eine Basenji-Hündin als Beispiel ist nur einmal im Jahr läufig. Tritt die Läufigkeit jedoch drei oder sogar viermal in einem Jahr auf ist dies ein Hinweis auf eine Störung der Eierstockfunktion, in diesem Fall sollten Sie umgehend Ihren Tierarzt konsultieren.
Verfolgen und notieren Sie sich am Besten die Läufigkeitszyklen Ihres Hundes genau. Beobachten Sie Ihre Hündin und halten Sie den ersten Tag der Blutung, die Standhitze (Paarungsbereitschaft), Dauer der Hitze als auch Auffälligkeiten, zum Beispiel Erkrankungen, fest.
Wichtig ist auch zu erwähnen, dass Hündinnen ein Leben lang sexuell aktiv sind. Anders wie beim Menschen durchleben Hunde keine Wechseljahre und können somit bis zum Lebensende Welpen gebären. Bei älteren Hündinnen sind die Symptome schwächer und die Läufigkeit tritt oft in unregelmäßigen Abständen auf.

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