Du kannst dich mit deinen Benutzerdaten anmelden oder ein neues Benutzerkonto anlegen.
Autor: Sandra Ender

Frettchen gibt es in vielen verschiedenen Farbschlägen und zusätzlich auch noch mit diversen Fellzeichnungen. Neben den, wohl den meisten, bekannten Standardfarben gibt es auch diverse Sonderfarben, diese sind leider oftmals auch mit negativen Nebeneffekten behaftet.
Die Fellfarben
Albino
Standardfarbe
Auf Grund von fehlenden Pigmenten sind Albino Frettchen zur Gänz weiß, es muss sich hierbei jedoch nicht zwingend um eine reinweiße Farbe handeln. Oftmals neigt die Färbung ins gelbliche, gelbe Frettchen werden somit trotzdem als Albinos bezeichnet. Wie bei vielen anderen Albinos sind auch bei Albino-Frettchen die Augen feuerrot, das Näschen ist fleischfarben.
Iltis
Standardfarbe
Der Iltis Farbschlag dürfte nebst dem Albino der wohl bekannteste sein, besonders markant für den Iltis Farbschlag ist die stark ausgeprägte Maske sein. Die Unterwolle der Frettchen ist hell und das Strichhaar (Granne) dunkelbraun bis schwarz, so auch die Beine und der Schwanz. Das Näschen variiert von fleischfarben bis schwarz, die Augen sind ausgefüllt mit dunklen Farben. Beim Iltis Farbschlag wird weiters noch zwischen hellem und dunklem Iltis unterschieden.
Samt oder Zimt
Standardfarbe
Die Unterwolle ist wie beim Iltis Farbschlag hell, jedoch das Strichhaar (Granne) variiert von hellbeige bis mittelbraun, die Füßchen und der Schwanz sind entsprechend gefärbt. Die Augen sind dunkel können aber nicht nur, das Näschen ist fleischfarben. Wie schon beim Iltis wird auch hier zwischen hell und dunkel unterschieden.
Silver
Sonderfarbe
Helle Unterwolle und silbriges Strichhaar (Granne) zeichnen den Silver Farbschlag aus. Amerikanische Silver Frettchen sind heller als ihre europäischen Vertreter, sie werden im Laufe ihres Lebens oft noch heller und sind dann kaum noch vom DEW Farbschlag (siehe weiter unten) zu unterscheiden. Das Näschen ist meist fleischfarben, kann jedoch auch dunkel sein, sie weisen keine Maske auf und haben dunkle Augen.
DEW (Dark eyed white)
Sonderfarbe
Entspricht dem Albino Farbschlag, einzig und allein die Augenfarbe ist anders. Zuerst gab es DEW Frettchen nur mit dunklen Augen, mittlerweile sind jedoch auch schon Frettchen mit grünen und blauen Augen gezüchtet worden - folglich Green und Blue eyed. Das Näschen ist fleischfarben.
Panda
Sonderfarbe
Das gesamte Erscheinungsbild ist sehr hell, oft besitzen die Panda Frettchen einen grauen Streifen auf dem Rücken der bis zum Schwanzende verläuft. Manchmal weisen sie auch graues Strichhaar auf, der Kopf ist jedoch immer hell. Dunkle Augen und ein fleischfarbenes Näschen. Es gibt noch eine Unterform mit dem Namen Pinto Panda, Kopf, Brust und Schultern sind weiß, der restliche Körper ist in einer anderen Farbe.
Black self
Sonderfarbe
Die Strichhaare sind tiefschwarz und die Unterwolle hell, Augen und Näschen sind auch schwarz. Sie besitzen keine Maske, manchmal haben sie Halbmond artige verfärbungen über den Augen, die Schnauze ist in der Regel weiß.
Die Fellzeichnungen
Harlekin
Die Pfoten sind weiß, weiters ein großer, weißer Latz und die Knie sind auch weiß. Harlekins gibt es in allen Fellfarben außer Albino und DEW.
Badger
Zu erkennen an einem weißen Strich am Köpfchen, wie der Harlekin gibt es den Badger in allen Fellfarben außer Albino und DEW.
Spotted
Weiße Flecken unregelmäßig verteilt über den ganzen Körper, speziell an der Bauchunterseite und am Köpfchen. Wie die Beiden vorhergehenden gibt es auch die Spotted Zeichnung bei allen Fellvarianten außer Albino und DEW.
Angorafrettchen
Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um langhaarige Frettchen. Die Zucht dieser Tiere wird von Frettchenanhänger hinlänglich als Quahlzucht kritisiert da die langen Haar durch Mutation zu Stande kam. Angoras werden oft von Atemwegsproblemen oder auch Asthma geplagt, kaum Kälteschutz auf Grund der fehlenden Unterwolle und ein häßliches Gesicht da die Nase behaart ist, das sind nur einige wenige Punkte die den Angoras nachgesagt werden. Wie bei vielen anderen Vorurteilen können auch hier nicht alle Angora Frettchen über einen Kamm gezogen werden, die Krankheiten kommen öfters vor als bei den normalen Frettchen, es kann jedoch auch ein Angora vollkommen gesund bleiben ein Leben lang.
Der schlechte Ruf der Sonderfarben...
Sonderfarben bei Frettchen sind mit Vorsicht zu genießen da oftmals Gendefekte auftreten. Das soll jedoch nicht heißen, dass alle Frettchen die eine Sonderfarbe aufweisen krank sind. Die meisten Gendefekte werden durch Vererbung weitergegeben und wenn bei der Zucht darauf geachtet wird, dass die Eltern gesund sind hat im Normalfall nichts zu befürchten.
Taubheit ist ein sehr häufig auftretendes Problem, das so genannte Waardenburger-Syndrom. Bei hellen Farbschlägen kommt dies am häufigsten vor - Panda, Pinto Panda oder bei DEW. Doch auch bei der Badger Fellzeichnung tritt das Syndrom oftmals auf. Wie so oft handelt es sich beim Waardenburger-Syndrom um eine Erbkrankheit und deshalb muss Augenmerk auf einen gepflegten Stammbaum gelegt werden. Paarungen von einem hellen mit einem hellen Frettchen sind in der Regel tortzdem gefährlich.
Kryptorchismus (Hodenhochstand) ist ein weitere bekannter Gendefekt der im Besonderen den Black self Frettchen zugesprochen wird. Der Hoden der Tierchen befindet sich im Leistenkanal beziehungsweise der Bauchhöhle, das Frettchen ist zwar zeugungsfähig, den Kryptorchismus Gendefekt vererbt er jedoch mit. Beim Kauf eines Black selfs muss deshalb sehr genau nachgeprüft werden wer die Vorfahren waren.
|
|
||


Du kannst dich mit deinen Benutzerdaten anmelden oder ein neues Benutzerkonto anlegen.