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Farbschläge, Zeichnungen, Merkmale und Fachbegriffe

Nachts sind alle Katzen grau!?

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Friday, 04. April 2008
Autor: Richard Fussenegger

Farbschläge, Zeichnungen, Merkmale und Fachbegriffe

Bei Hauskatzen werden verschiedenste Fellfarben, Zeichnungen und andere Merkmale unterschieden. Wir wollen an dieser Stelle versuchen etwas Licht ins Dunkel des Fachbegriffdurcheinanders zu bringen. Leider ist die Benennung der einzelnen Merkmale nicht einheitlich, dieser Umstand macht es dem Laien nicht einfacher den Durchblick zu bewahren. Mit den genetischen Hintergründen wollen wir uns allerdings nicht lange aufhalten, sondern eine Zusammenfassung präsentieren in der gängige Bezeichnungen kurz erläutert werden.


A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z



  A

Abzeichen:
⇨ Siehe Points.

Agouti:
⇨ Abwechselnd helle und dunkle Bänderung der einzelnen Harre, zwei-, drei- bis sogar vierfach. Meist bei Abessinier-Katzen, weshalb es manchmal auch als Abessinier-tabby bezeichnet wird.
Beispielgrafik

Albino:
⇨ Albinos sind unter Katzen sehr, sehr selten und spielen weitestgehend keine Rolle – nicht zu verwechseln mit einfärbig weißen Katzen!
Der Albino-Locus (Ocolucutanen Albinismus 1) entsteht durch vollkommenes fehlen des Tyrosinase (Catecholoxidase) Enzyms. Dieses Enzym ist verantwortlich für die Produktion des Pigments Melanin (schwarz). Colorpoint-Katzen entstehen aus teilweisem Albinismus, das Tyrosinase Enzym funktioniert abhängig von der Temperatur, deshalb sind die Points dunkler als der Rest des Körpers. Chinchilla entsteht aus einer modifizierten OCA 1 heraus, während Eumelanin ausreichend produziert wird bleibt das Phäomelanin völlig aus, dadurch entsteht die graue Farbe. Nicht zu verwechseln mit einfärbig weißen Katzen! Ein echter Albino ist an folgenden Punkten zu erkennen: weißes Fell, rosa Haut und rote Augen.

Auburn:
⇨ Siehe Red.




  B

Bänder:
⇨ Verschiedenfarbige Pigment-Abschnitte innerhalb eines Haares, wie zum Beispiel beim Agouti-Muster.

Beige:
⇨ Siehe Fawn.

Bicolor (Bicolour):
⇨ Weißes Fell mit anders farbigen Flecken.

Black:
⇨ Grundfarbe.

Black-tabby:

Blau:
⇨ Siehe Blue.

Blesse:
⇨ Weiße oder hellere Zeichnung die von der Stirn zur Nasenspitze verläuft.

Blotched:
⇨ Siehe Classic.

Blue:
⇨ Eigentlich ein verdünntes schwarz, die Katze erscheint dadurch blaugrau bis schiefergrau, typisches Beispiel für eine blaue Katze ist die Chartreux-Katze.
Beispielfoto

Blue-cream:
⇨ Gleichmäßig verteilte melierte blasse Grau- und Creme-Töne. Sollten die Grau- und Creme-Töne gefleckt vorkommen nennt sich dies Blue-tortie.
Beispielfoto

Blue-tortie:
⇨ Gefleckte Fellzeichnung, abwechselnd Grau- und Creme-Töne, fast ausschließlich weiblichen Katzen vorbehalten. Wird sehr oft fälschlicherweise als Blue-cream bezeichnet.
Beispielfoto

Blue-point:
⇨ Bezeichnet bei Siamkatzen und Birma-Katzen die blaugrauen Points.
Beispielfoto

Brown-tabby:
Schwarze Katze mit Agouti Muster.




  C

Calico:
⇨ Dreifarbige Katze, die Bezeichnung Calico wird meist nur bei Perserkatzen verwendet. Manchmal auch als Tortie (Schildpatt) mit weiß bezeichnet. Katzen die drei verschiedene Farben aufweisen gelten bis heute hinlänlich als Glückskatzen.

Cameo:
⇨ Weißes Fell mit roten Spitzen, siehe auch Red.

Caramel:
⇨ Modifiziert und verdünntes schwarzes Fell, noch mehr verdünnt als Blue.

Champagne:
⇨ Gelbbraune Cremefarbe, meist bei Burmesen.

Chinchilla:
⇨ Weiße Haare bei denen das oberste Achtel eingefärbt ist. Bei einer schwarzen Spitze heißt es einfach Chinchilla (Shell), bei einer andersfarbigen Spitze wird die Farbe vor Chinchilla gesetzt, zum Beispiel: Blue-Chinchilla (Blue-Shell). Chinchilla-Perser werden oft als eigene Rasse geführt, grundsätzlich handelt es sich jedoch nur um eine andere Fellfarbe. Auch Burmillas weisen oft Chinchilla (Shell) Färbungen auf. Siehe auch Tipping.

Chocolate:
⇨ Warmer Braunton.

Chocolate-cream:
⇨ Siehe
Blue-cream.

Cinnamon:
⇨ Etwas heller als Chocolate.

Classic:
⇨ Erweiterte Form des getigerten Katzenmusters, entstanden durch Mutation. Die dunklen Streifen sind breiter als bei getigerten Katzen und bilden teilweise Ringe und Flecken, sehr häufig bei Europäisch Kurzhaar Katzen.

Colorpoint (Colourpoint):
⇨ Sind generell helle Katzen bei denen die Points schwarz beziehungsweise dunkel sind. Typische Rassen hierfür sind Birma-Katze, Ragdoll oder Siamkatzen.




  D

Dilute:
⇨ Die Bezeichnung Dilute kommt vom englischen Dilution, auf Deutsch Verdünnung, das Dilute-Gen sorgt für eine "Verklumpung" des Melanins, dies hat zur Folge, dass die Farben aufhellen.

Doppeltes Fell:
⇨ Manche Katzen besitzen ein Oberfell und ein Unterfell (Unterwolle), dies wird hinlänglich einfach als doppeltes Fell bezeichnet, Manx und Russisch Blau Katzen besitzen zum Beispiel ein solches.

Dreifarbig:
⇨ Siehe Calico.




  F

Fawn:
Cinnamon verdünnt, helles Sandgelb bis Graurosa.

Flame:
⇨ Siehe Hot.

Foreign:
⇨ Siehe Self-colored.




  G

Gefleckt:
⇨ Siehe Patched.

Geisterzeichnung:
⇨ Bezeichnet das durchschimmern des Fellmusters bei einfärbigen Katzen, meist verschwindet dies bei fortschreitendem Alter.

Gestromt:
⇨ Siehe Classic.

Getupft:
⇨ Siehe Spotted.

Ghost markings:
⇨ Siehe Geisterzeichnung.

Glückskatze:
⇨ Siehe Calico.




  H

Halskrause:
⇨ Längeres, dichteres Fell an Hals und Schultern.

Handschuhe:
⇨ Siehe Mitted.

Harlekin:
⇨ Bezeichnet eine zweifarbige Katze mit 50 – 75 % Weißanteil.

Havanna (Havana):
⇨ Warmes Dunkelbraun - Kastanienbraun.

Himalayan:
⇨ Siehe Colorpoint.

Höschen:
⇨ Starker Haarwuchs an den Hinterläufen.

Hot:
⇨ Bezeichnung für Cremefarbene Katzen mit einem sehr hohen Rotanteil.




  K

Kaliko:
⇨ Siehe Calico.

Karamell:
⇨ Siehe Caramel.




  L

Lavendel:
⇨ Siehe Lilac.

Lilac:
⇨ Verdünntes Braun, helle Farbe zwischen Beigerosa und Graurosa.




  N

Nerz:
⇨ Siehe Mink.




  M

Mackarel:
⇨ Bekanntestes Muster überhaupt, entspricht der Zeichnung des Tigers (was wohl auch zur Popularität beigetragen hat). Ein dunkler Streifen verläuft über den Rücken, von diesem ausgehen laufen schmale dunkle Streifen den Körper entlang nach unten. Bein und Schwanz sind meist geringelt. Die Bezeichnung Mackarel bedeutet auf Deutsch Makrele, dieser Fisch weist meist genau dasselbe Muster auf.

Maskenperser:
⇨ Siehe Colorpoint.

Maskierung:
⇨ Siehe Points.

Maulwurfsfell:
⇨ Siehe Rex.

Melanistisch:
⇨ Gegenteil eines Albinos, durch Melanin Ablagerungen sind Tiere die normalerweise andere Farben aufweisen plötzlich schwarz. Es wird nach drei Arten unterschieden (Abundismus, Nigrismus und Skotasmus), berühmtestes Beispiel für Skotasmus dürfte der schwarze Panther sein. Bei Abundismus tauchen plötzlich schwarze Farbelemente auf, bei Nigrismus werden bestehende schwarze Elemente größer.

Mi-ke:
⇨ Japanische Bezeichnung für eine dreifarbige Glückskatze, siehe Calico.

Mink:
⇨ Nerzbraun, Points und Rücken sind dunkler gefärbt. Eine Farbbezeichnung die den Tonkanesen Katzen vorbehalten ist.

Mitted:
⇨ Schneeweiße Pfoten bei dunklen Beinen, die Beine sind auch dunkler als der Rest des Körpers, der Begriff Söckchen wird meist für die Hinterläufe verwendet, typisches Merkmal von Birma-Katzen vor.




  P

Patched:
⇨ Zweifarbiges Tabby-Fell mit dunklen und hellen Flecken, Mischung aus Tabby und Schildpatt.

Pewter:
⇨ Meist bei der Perserkatze vorzufinden, Augen in der Regel grün, können jedoch auch goldgelb bis Kupferfarben sein.

Platinum:
⇨ Siehe Lilac, Platinum wird überwiegend in den USA verwendet.

Points:
⇨ Heller Körper mit dunkleren Extremitäten, wie zum Beispiel Gesicht, Ohren oder auch Schwanz. Typische Rassen hierfür sind wiederum Birmakatze, Ragdoll oder Siamkatzen.




  R

Rauchfarben:
⇨ Siehe Smoke.

Räderzeichnung:
⇨ Siehe Classic.

Red:
⇨ Grundfarbe, reicht von rötlich-gelb bis Kupferfarben.

Rehfarben:
⇨ Siehe Fawn.

Rex:
⇨ Gelocktes Fell das durch eine Mutation entstanden ist. Heute wird unter vier verschiedenen Rex-Rassen unterschieden: Cornish Rex, Devon Rex, German Rex und Selkirk Rex.

Rot:
⇨ Siehe Red.

Ruddy:
⇨ Modifikation der Farbe schwarz bei Abessinier und Somali-Katzen, bis hin zu Rotbraun.




  S

Sable:
⇨ Bezeichnung aus der Zucht, wird vorwiegend in den USA verwendet und bezeichnet braune Katzen die eigentlich genetisch schwarz sind.

Sand:
⇨ Siehe Sable.

Schmetterling:
⇨ Die Form der Zeichnung auf den Schultern von tabby Katzen.

Schwarz:
⇨ Siehe Black.

Schildpatt (Schildpattmuster):
⇨ Das Schildpattmuster besteht aus roten und schwarzen Fellpartien und kommt fast ausschließlich bei weiblichen Katzen vor. Bei Katern ist es sehr selten und geht fast immer mit Unfruchtbarkeit einher (XXY-Syndrom). Es wird in der Fachsprache auch Tortie (von engl. tortoise shell, Schildkrötenpanzer) genannt. Liegt gleichzeitig eine Tabby-Zeichnung vor, spricht man auch von Torbie (Zusammenziehung aus Tortie und Tabby). Das Schildpattmuster kann auch im Zusammenhang mit dem Gen für Verdünnung vorkommen, die Farben sind dann blau und creme. Eine Glückskatze ist eine dreifarbige Katze mit weiß-schwarz-rot gemustertem Fell. Züchter bezeichnen diese Färbung auch als Tricolor, bei Perserkatzen als Calico, als Schildpatt mit weiß oder als Tortoise mit weiß. In Japan wird diese Färbung als Mi-Ke bezeichnet.

Schwärzling:
⇨ Siehe Melanistisch.

Seal:
⇨ Schwarz-Braun, Schwarz überwiegt.

Self-Colored (Self-Coloured):
⇨ Einfärbige Katze.

Sepia:
⇨ Bezeichnet das Fellmuster von Katzen bei denen die Points gelblich-bräunlich aussehen und der restliche Körper zwar dieselbe Farbe aufweist, jedoch heller.

Shaded (Schattiert):
⇨ 1/3 der Haarspitze ist pigmentier, siehe auch Tipping.

Shell:
⇨ Siehe Chinchilla.

Silber:
⇨ Siehe Silver.

Silver:
⇨ Farbe die durch einen Hemmstoff (Inhibitor) zustande kommt.

Skarabäus:
⇨ Bezeichnet die Stirnzeichnung von Orientalisch Kurzhaar Katzen.

Smoke:
⇨ Bezeichnet Katzen bei denen die Haare am Ansatz weiß, jedoch mindestens 50% oder mehr grau sind. Siehe auch Tipping.

Sorrel:
⇨ Modifiziertes rot, vorrangig bei Abessinier-Katzen, ähnlich der Zimtfarbe.

Söckchen:
⇨ Siehe Mitted.

Spotted:
⇨ Die Tigerstreifen der Zeichnung lösen sich in Punkte auf.




  T

Tabby:
⇨ Bezeichnet die typischen Fellzeichnungen von Katzen, insofern die Katze nicht ein-, zwei- oder dreifärbig ist. Es wird nach vier verschiedenen Tabby Zeichnungen unterschieden:

    • Mackarel-tabby (getigert)
    • Classic-tabby (gestromt)
    • Spotted-tabby (getupft)
    • Ticked-tabby (getickt)

Ticked:
⇨ Siehe Agouti.

Tipping:
⇨ Bezeichnet die Färbung der Spitzen bei den Haaren, die Spitzen sind dunkler als der Rest des Fells.

Tortie:
⇨ Siehe Schildpatt.

Torbie:
Schildpatt-Tabby-Zeichnung.

Tricolor (Tricolour):
⇨ Siehe Calico.




  W

Weiß:
⇨ Grundfarbe.

Wildfarben:
⇨ Siehe Ruddy.




  Z

Zimt:
⇨ Siehe Cinnamon.

Zinnfarben:
⇨ Siehe Pewter.

Zobel:
⇨ Siehe Sable.

Zweifärbig:
⇨ Siehe Bicolor.





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