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Monday, 10. March 2008
Autor: Richard Fussenegger
Autor: Richard Fussenegger

Abtransport in ein Lager...
Einsichten in Pekings schockierende Todeslager für Katzen
Tausende von verlassenen und freilebenden Katzen werden von der Chinesischen Regierung heimlich in, wie es Tierschutzverbände treffend nennen, Todeslager verschoben. Hintergrund dieser Aufräumaktion sind die kommenden Olympischen Spiele in China. Die Regierung will die Straßen säubern für dieses Megaevent.
Hunderte Katzen werden in kleine Käfige gesperrt in denen sie sich nicht einmal mehr umdrehen können und in die Todeslager verschleppt. Die Regierung ruft die Bevölkerung auf mitzuhelfen die Streuner aufzusammeln, sie weisen die Bevölkerung darauf hin welche Krankheiten Katzen mit sich tragen und auslösen können.
Katzenbesitzer, die auf Grund der Krankheitsmeldungen Angst haben, deponieren ihre Katzen auf den Straßen, dort werden sie von speziellen Sammeltrupps aufgesammelt. Die Paranoia ist so groß, dass sechs streunende Katzen – davon zwei schwangere – von Lehrern eines Kindergartens in Peking mit Stöcken zu Tode geschlagen wurden, sie hatten Angst vor den möglichen Krankheiten die die Tiere auf die Kinder übertragen könnten.
Chinas Politiker sind davon überzeugt, dass die Katzen eine ernsthafte Bedrohung für die städtische Gesundheit der Bewohner darstellen und glauben die Tiere hätten eine wichtige Rolle gespielt beim Ausbruch von SARS – ein tödlicher respiratorischer Virus – vor fünf Jahren.
Die Razzia die sich gegen die Katzen Chinas richtet wird jedoch von Tieraktivisten lediglich als eine weitere extreme Maßnahme gesehen, die die kommunistischen Führer Chinas vornehmen, um bei den kommenden olympischen Spielen als saubere, grüne und einladende Hauptstadt da zu stehen.
Umweltschädliche Fabriken werden angewiesen ihre Produktion einzustellen oder ihren Standort zu wechseln während den spielen um den schockierenden Smog Pekings etwas zu lindern, Autofahrern wird nur dreimal in der Woche erlaubt die Straßen zu benutzen.
Die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel Pekings wurden gedrosselt auf lediglich zwei Yuan (circa 0,18 €) für jede Fahrt – eine sechsfache Reduktion für manche Strecken – um die Leute von den Straßen zu halten. Bettler und Obdachlose die auf den Straßen Pekings leben werden in Camps außerhalb des Stadtgebietes verfrachtet oder ihnen wird eine Zugfahrkarte zurück in ihre Heimat geschenkt.
Zur gleichen Zeit werden Pekings Taxifahrer geschult wie sie in Englisch freundlich ihre Kunden begrüßen können, eine verbindende Kampagne wurde stadtweit gestartet um den notorisch mürrischen und schlecht gelaunten Einwohner Pekings beizubringen zu lächeln und freundlich zu ausländischen Besuchern zu sein.
Das Ausmerzen der geschätzen 500.000 Katzenbewohner Pekings provoziert mit Sicherheit internationale Empörung, da diese Aktion lediglich ein Jahr nach dem die Chinesen für das zusammenpferchen und töten von streunenden Hunden überall im Land kritisiert wurden.
Chinesische Tierorganisationen sind schon am protestieren, die Mitglieder fürchten sich jedoch vor möglichen Bestrafungen Seitens der Regierung.
Regierungssprecher sagen, dass es möglich ist die Tiere zu adoptieren bei einem der zwölf Lager außerhalb der Stadt. Die Tierorganisationen berichten jedoch, dass es fast unmöglich ist in die Nähe eines solchen Lagers zu gelangen und sind davon überzeugt, dass nur wenige Katzen überleben werden.
Eine Katzenliebhabergruppe hat circa 30 Tiere aus einem Lager in Shahe, nordwestlich Pekings, befreit, die Tiere seien jedoch in einer derartig schlechten Verfassung gewesen, dass sie wenige Tage nach ihrer Befreiung gestorben seien.

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