Die freundlichen und ausgeglichenen Britisch Kurzhaar Katzen (abgekürzt: BKH, Englisch: British Shorthair) werden in England seit etwa 100 Jahren als eigenständige Rasse gezüchtet. Wer eine ruhige Katze sucht ist mit einer Britisch Kurzhaar gut beraten, diese Katzen sind jedoch alles andere als langweilig. Wie jeder Stubentiger fordert sie ihre Beschäftigung – vielleicht nicht so eindringlich wie andere Rassen, zudem sind sie ausgesprochen menschenbezogen. Die Britisch Kurzhaar ist nicht so extrem lebhaft wie orientalisch stämmige Rassekatzen und die meisten Exemplare eignen sich sehr gut als Wohnungskatze.
Es wird vermutet dass die Römer bereits vor etwa 2.000 Jahren Katzen mit auf die Britischen Inseln brachten, zu dieser Zeit waren die Katzen wichtige Mäuse- und Rattenjäger an Bord der Segelschiffe. Über viele Jahrhunderte passten sich die Katzen den Umweltbedingungen auf den Britischen Inseln an. Katzen die es in nördliche Gefilde verschlug verloren ihren filigranen Körperbau und entwickelten zwangsläufig ein dichteres Fell, das sie vor dem unsteten Klima schützen konnte.
Die Britisch Kurzhaar begann man erst zum Anfang des 19. Jahrhunderts planmäßig zu züchten, gezielt wählte man geeignete Exemplare nach Typ und Fellfarbe aus. Die Kriege ließen die Bestände der Britisch Kurzhaar so stark sinken, dass man - nach mehreren gescheiterten Zuchtversuchen mit heimischen Rassen – die Perser zur Stabilisierung des Bestandes eingekreuzte, weitere Erfolge wurden mit Chartreux-Einkreuzungen erzielt. Diese französische Rasse war - wie die Britisch Kurzhaar - nach dem Krieg bestandsgefährdet, so dass auch Britisch Kurzhaar-Exemplare bei der Bestandsauffrischung der Chartreux halfen.
Durch diese Rasseangleichung wurden die Britisch Kurzhaar und die Chartreux im Jahre 1970 vom Zuchtverband FIFé zunächst als Rasse zusammengefasst. Alle Katzen mit einer anderen Fellfarbe als blau, wurden als Britisch Kurzhaar bezeichnet, die blauen Katzen galten als Chartreux – landläufig besser bekannt als Kartäuser.
Viele Proteste von Katzenliebhabern und -züchtern ist es zu verdanken, dass die Rassen sieben Jahre später wieder als eigenständige Rassen anerkannt wurden. Optisch entspricht die Statur der Chartreux eher der einer europäischen Hauskatze – bei weitem nicht so grazil wie orientalische Katzen, aber auch nicht so gedrungen wie eine Britisch Kurzhaar.









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