Im ursprünglichen und wörtlichen Sinne ist der Hovawart ein Wach- und Schutzhund, der bereits seit dem Mittelalter bekannt ist. Es existieren Gemälde aus dem 19. Jahrhundert auf denen Hof- und Wachhunde dargestellt sind, die der heutigen Rasse des Hovawart noch sehr ähnlich sehen. Doch stammt der heutige Hund von den ersten gekreuzten Exemplaren aus dem Jahr 1924 ab. Damals hatte sich der Züchter Kurt Friedrich König vorgenommen, eine eigenständige Rasse zu züchten, die physisch und charakterlich in der Lage sein sollte, als Wach- und Schutzhund zu dienen. Ihm schwebte das damalig gängige Idealbild eines so genannten Germanenhundes vor, der in der Vergangenheit noch vor dem Schäferhund existiert haben soll. Aus einem geringen Bestand von Hovawarts züchtete er mit Leonbergern, Deutschen Schäferhunden, ungarischen Kuvasz-Hunden und Neufundländern den "neuen" Hovawart, der als anerkannte Rasse bis heute strengen Zuchtbedingungen unterliegt. Der Hovawart wurde 1937 als eigenständige Rasse anerkannt. So werden um die gefürchtete Hüftdysplasie zu vermeiden ansatzweise kranke Tiere erst gar nicht zur Zucht zugelassen.
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]
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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]
Der Hovawart zeichnet sich durch einen starken, muskulösen und gestreckten Körperbau aus. Die Widerristhöhe des Rüden beträgt 63 bis 70 cm, die der Hündin 58 bis 65 cm. Charakteristisch sind der kräftige Kopf mit der gewölbten Stirn und die ovalen, dunklen, klaren und wachen Augen. Die großen Ohren sind seitlich am Kopf nach vorn geklappt. Typisch sind die breite Brust und die nach hinten schmaler werdende Statur zu den Hinterläufen hin.
Das Fell des Hovawart ist lang, wellig und glänzend, am Kopf eher kurz, was ein weiteres typisches Merkmal der Rasse darstellt. Drei Varianten an Fellfarben existieren: schwarzmarken, wobei Kopf, Rücken, Flanken sowie Oberseite der Vorder- und Hinterläufe schwarz sind, Bauch und untere Seiten der Vorder- und Hinterläufe sind braun, weiterhin schwarz und blond. Der blonde Hovawart wird sogar stellenweise mit dem Golden Retriever verwechselt, was vom Erscheinungsbild her eine generelle Ähnlichkeit zu dieser Rasse bestätigt. Ein weiteres markantes Merkmal des Hovawart ist seine buschige, schwungvolle Rute, die die jeweilige Stimmungslage des Hundes wiedergibt.
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Temperament [ bearbeiten ]
Der Hovawart ist ein nervenstarker und ausgeglichener Hund, der sich aufgrund der konsequenten Züchtung zu einem typischen Wach- und Schutzhund entwickelt hat. Durch seinen niedrigen Beutetrieb bleibt er in seinem Revier und zeigt gegenüber Fremden ein abweisenden Verhalten.
Der intelligente Rassehund benötigt viel Auslauf, seine angeborene Neugier erfordert ständig neue Reize und Zuwendung. Der Hovawart lebt in enger Beziehung zu seinem Rudel, ist also ein idealer Familienhund, der zudem den Umgang mit Kindern schätzt. Das Vertrauen des Hundes zu seinem Herrchen und zu seinem Rudel sollte ständig aufgebaut werden und nicht als selbstverständlich gelten, denn bei all der Treue verfügt der Hovawart über einen eigenen starken Willen und testet auch mal gerne seine Grenzen aus, ohne allerdings sein ausgeglichenes Wesen zu verlieren.
Übermäßige Strenge und Autorität wären beim Hovawart daher unangebracht. Ein gesundes Mittelmaß aus starker Führung, liebevollem Umgang und konsequenter Erziehung kommt dem Wesen des Hovawart sehr entgegen.
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FCI Klassifikation [ bearbeiten ]
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FCI-Gruppe FCI-Sektion FCI-Standard |
2 2 Nr. 190 |
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Weiterführende Informationen [ bearbeiten ]
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Weblinks: Hovawart – Wikipedia Rasse-Beschreibung für "Hovawart" beim VDH Rassestandard Nr. 190 der FCI: Hovawart (Worddokument) |
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