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Do Khyi

 (weitere Namen: Do-Khyi, Tibetdogge, Tibet-Dogge, Tibet-Mastiff)

Herkunft:Tibet
Ursprung:~6. Jhdt. v.Chr.
Lebensdauer:10–15 Jahre
FCI:FCI-Gruppe 2
Widerristhöhe:61 bis 80 cm
Gewicht:27 bis 65 kg
Übung: anspruchsvollTraining: schwierigKlima: kaltPflege: braucht PflegeFutter: anspruchsvollGröße: groß
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]

Der Do Khyi, oft auch als Tibetdogge, Tibet-Dogge oder Do-Khyi bezeichnet, ist in Tibet und China beheimatet, dort ist er unter dem Namen Bhote oder Bhotea bekannt. In China wird die Rasse Tsang-khyi genannt, was zu Deutsch so viel wie "Guter Hund" bedeutet. Ob dies nun einen besonders „gut aussehenden” oder in seinen Eigenschaften „besonders guten Do Khyi” bezeichnet, konnte nie zweifelsfrei geklärt werden. Der Do Khyi zählt zu den ältesten, noch bis 1960 unverfälschtesten, Hunderassen der Welt. Die Studie Genetic Evidence for an East-Asian Origin of Domestic Dogs (Studie, 2002)[1] von Peter Savolainen, Ya-ping Zhang, Jing Luo, Joakim Lundeberg und Thomas Leitner führt den Do Khyi als eine der alten Hundetypen, nahe am Ursprung der Domestikation auf der Stufe mit anderen ursprünglichen Hunden auf.

Do Khyis wurden als Wachhunde in den Ortschaften und an den Klöstern eingesetzt, weitere Funktionen umfassen die Tätigkeiten als Begleit- und Herdenschutzhund für die Nomaden und Karawanen, sowie auch als Lastenträger. Durch das große Verbreitungsgebiet, mit unterschiedlichen Auslesekriterien, entwickelten sich auch unterschiedliche Typen der Hunderasse. In seinem Heimatland, Tibet, wurde der Do Khyi nach der Annexion Tibets durch die Chinesen stark dezimiert, wodurch viele wertvolle alte Blutlinien für immer verloren gingen. Einige aber begleiteten tibetische Flüchtlinge nach Nepal und Nordindien. Die erste Zucht begann Ende des 18. Jahrhunderts erfolgreich in Europa. Der erste Wurf wurde 1889 im Berliner Zoo geboren. Weitere Würfe folgten Anfang der 1930er Jahr in London. Diese Zucht kam durch die gesellschaftlichen Veränderungen ab dem Ersten Weltkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg zum Erliegen. Der Beginn der heutigen Reinzucht in Europa und den USA erfolgte Ende der 1970er Jahre. Aus diesen wenigen aus Nepal und Nordindien importierten Tieren entwickelte sich die heute bekannte Rasse.

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Äußerliches Erscheinungsbild [ bearbeiten ]

Stolz und imposant mit einer Schulterhöhe von 65 bis 70 cm bei Rüden und 61 bis 68 cm bei Hündinnen, bei einem Körpergewicht von 35 bis über 65 kg. Die Farbe ist rein schwarz, blaugrau oder grau mit hellbraun, schwarz mit hellbraun und rot. Der Körperbau ist ein wenig länger als hoch, die Sprunggelenke hinten sitzen tief, der Rutenansatz hoch, dabei wird die Rute über den Rücken gerollt getragen.

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Temperament [ bearbeiten ]

Die Do-Khyis sind eine intelligente, feinfühlige aber auch eigenständige Hunderasse. Als ursprünglicher Herdenschutzhund sind sie territorial veranlagt und wachen über ihre Ressourcen. Außerhalb zeigen sie eine ausgeglichene und ruhige Art, gepaart mit Zurückhaltung gegenüber Fremden. Im innersten, häuslichen Bereich zeigen sie sich offen gegenüber Kindern und anderen Haustieren. Die innige Beziehung die sie aufbauen machen sie bei ihrer Art entsprechender Behandlung zu einem angenehmen Hund innerhalb der Familie. Sie sind dennoch immer sehr wachsam, auch wenn es den Anschein hat, dass sie schlafen haben sie alles unter Kontrolle und sind im Ernstfall sehr schnell auf den Beinen. Sie sind eine sehr eigenständige Rasse, deshalb ist es wichtig sie in den ersten ein bis zwei Lebensjahren konsequent und einfühlsam zu erziehen um auch alle ihre positiven Eigenschaften genießen zu können, ihre Entwicklungsphase beträgt in etwa drei bis vier Jahre.

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Ausbildung und Erziehung [ bearbeiten ]

Als ursprünglicher Hundetyp zeigt der Do Khyi einige Besonderheiten im Wesen und Verhalten, auf die es bei der Erziehung und Ausbildung einzugehen gilt. Er muss selbständig aus eigenem Antrieb heraus Situationen und Dinge die ihm fremd sind erkunden und abwägen können, sich eine eigene Meinung bilden. Auffallend ist sein dazu passendes ausgeprägtes Neugierverhalten, was ihn oft scheinbar "entweichen" lässt, um erst danach zurück zu kehren. Dabei kommt die hohe Problemlösungskompetenz der Rasse zu tragen, aber auch seine überdurchschnittliche Intelligenz, was seine Erziehung und Ausbildung nicht einfach erscheinen lässt. Es ist sehr empfehlenswert mit einem Do Khyi einen Hundeausbilder oder eine Hundeschule zu besuchen, dabei sollte der dortige Trainer Erfahrung mit Herdenschutzhunden aufweisen können. Seine Intelligenz lässt ihn sehr schnell lernen, aber auch schnell die Hintergründe von Motivation und Belohnung in der Ausbildung durchschauen. In einer Hundeschule mit ständig wiederkehrenden Übungen und wenig Abwechslung ist man mit dem Do Khyi weniger gut aufgehoben. Sie wollen und sollen etwas lernen.

Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen sind bei der Arbeit und hundesportlichen Aktivitäten gefragt, Spaß für Hund und Halter sowie kein Erfolgszwang festigen die Beziehung sehr. Auf unangemessenen Zwang reagiert ein Do Khyi oftmals mit Trotz und Protest. Was in aller Regel zu einem sehr sturköpfigen Hund führen kann. Erfolge im Hundeleistungssport sind deshalb sehr schwierig zu erreichen mit einem Do Khyi, Zwingerhaltung und Schutzhundesport sind völlig ungeeignet für diese Rasse.

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FCI Klassifikation [ bearbeiten ]

Fédération Cynologique Internationale Logo FCI-Gruppe
FCI-Sektion
FCI-Standard
2
2
Nr. 230
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Weiterführende Informationen [ bearbeiten ]

Wichtige Information! Weblinks:
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
Rasse-Beschreibung für "Do Khyi" beim VDH
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Einzelnachweise [ bearbeiten ]

[1] Genetic Evidence for an East Asian Origin of Domestic Dogs
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