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American Bulldog

Mutig und stark (weitere Namen: Old Country Bulldog)

Herkunft:Vereinigte Staaten
Lebensdauer:10 bis 14 Jahre
FCI:Nicht anerkannt
Arbeitsprüfung:Ohne Arbeitsprüfung
Widerristhöhe:52 bis 70 cm
Gewicht:27 bis 57 kg
Futter: anspruchsvollGröße: groß
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]

Der American Bulldog ist eine Hunderasse die nicht vom FCI anerkannt ist. Sie sind zwar etwas größer, gelten jedoch als direkte Nachkommen der ausgestorbenen Hunderasse der Old English Bulldog da sie nicht durch Zucht so stark verändert wurden die ihre europäischen Verwandten. Generell wird zwischen zwei Typen von American Bulldogs unterschieden, dem Johnson Typ und dem Scott Typ. Die Bezeichnungen sind auf die Namen der jeweiligen Züchter zurückzuführen, John D. Johnson und Allen Scott. Oftmals wird der Johnson Typ auch Klassik oder Standard Typ genannt und der Scott Typ Bully oder Leistungs Typ.

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Geschichte im Vereinigten Königreich [ bearbeiten ]

Die Geschichte der Mastiff-ähnlichen Hunde im Vereinigten Königreich reicht zurück bis zur Ankunft Caesars auf der Insel. Mit der Ankunft der Normannen im Jahre 1066 kamen Alaunt Hunde (eine mittlerweile ausgestorbene Molosser Hunderasse des Mittelalters) vom Kontinent auf die Insel. Die Kreuzungen der einheimischen Mastiffs mit den Neuankömmlingen führte zu den Mastiff und Bulldoggen von England. Interessant sind die Beschreibungen der Alaunt Hunde (es gab insgesamt wohl drei verschiedene Typen) in denen ein völlig weißer, oder zumindest fast völlig weißer, Typ beschrieben wurde.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Bulldoggen im Vereinigten Königreich als Hütehunde für das Vieh, Wachhunde, Jagdhunde und für viele andere Aufgaben gehalten. Viele Siedler hielten sich die Hunde aber auch nur für die teilweise sehr ertragreichen Hundekämpfe. 1835 wurde der Hundekampf auf der Insel per Gesetz verboten und so fand die weit verbreitete Bulldogge immer mehr Verwendung als Haustier und wurde zur heute bekannten, kompakteren Rasse gezüchtet. Anders als die Briten verfolgten die Amerikaner jedoch ein anderes Ziel, mögen es kulturelle Vorlieben gewesen sein, oder andere Anforderungen, doch die Bulldoggen auf der anderen Seite des Pazifiks durchlebten weniger Modifizierungen als ihre europäischen Verwandten. Selbst die nur geringen Veränderungen der Englischen Bulldogge vor 1835 waren in Amerika nicht zu verzeichnen (die meisten amerikanischen Siedler kamen als Resultat des Englischen Bürgerkrieges (1642 bis 1649) nach Amerika).

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Geschichte in den Vereinigten Staaten [ bearbeiten ]

Die originale Bulldogge wurde von den Arbeitern, der Mittelklasse, von Europa nach Amerika gebracht. Die kleinen Bauern verwendeten die Allrounder für viele verschiedene Arbeiten auf den Farmen und Ranches im Süden Amerikas. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war die Rasse jedoch fast völlig verschwunden. John D. Johnson, ein Kriegsveteran, entschied die Rasse zu erhalten und neu zu beleben. Gemeinsam mit Alan Scott und anderen Züchtern begann Johnson vorsichtig die Zucht der American Bulldogs, dabei führten sie genaue Aufzeichnungen und achteten genau darauf die Gesundheit und die Arbeiterqualitäten der Rasse zu erhalten. Die American Bulldog Rasse wurde vom United Kennel Club am 1. Januar 1999 anerkannt.

Die wohl wichtigste Rolle beim Überleben der Bulldoggen in Amerika und der Verbreitung in ganz Amerika spielten die verwilderten Schweine, welche von Europäern in die Neue Welt gebracht wurden. Sie hatten keine natürlichen Feinde in Amerika und vermehrten sich unkontrollierbar. Die Bulldoggen waren die Antwort der ansässigen Bauern auf die neuen Schädlinge. Doch erst die Zuchterfolge von Johnson und Scott sicherten den Bestand der Rasse nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Äußerliches Erscheinungsbild [ bearbeiten ]

Die American Bulldogge ist eine gedrungene und gut gebaute, stark aussehende Hunderasse. Ihr Fell ist kurz und entweder weiß, weiß mit Flecken, schwarz und weiß gescheckt, beige und weiß, beige und weiß gescheckt oder eine Kombination von allem. Die Farben können sehr stark variieren, einzige Voraussetzung ist, dass weiß in irgendeiner Form enthalten ist. In Amerika wird zwischen dem Johnson Typ, welcher etwas größer ist und eine kürzere Schnauze hat, und dem Scott Typ unterschieden. Wie auch immer, die heutigen American Bulldoggen sind eine Kombination beider Typen. Generell wiegen die Hunde zwischen 27 bis 57 kg und sind 52 bis 70 cm groß, es gibt jedoch auch Aufzeichnungen von Hunden die diese Werte weit überschritten haben.

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Temperament [ bearbeiten ]

American Bulldogs sind sehr fröhliche, freundliche und durchsetzungsfähige Hunde die sich sehr gut in ihre Familie einpassen und gut mit Fremden zu Recht kommen die sich nicht aggressiv gegenüber ihrer Familie verhalten. Sie bauen eine sehr enge Bindung mit ihrer Bezugsperson und ihrer Familie auf. American Bulldogs tolerieren Kinder und können auch gut mit ihnen, eine gute Sozialisierung oder Gehorsamkeitstraining in jungen Jahren sind sehr wichtig um sie an andere Hunde und Menschen zu gewöhnen und sicherzustellen, dass sie leicht kontrollierbar sind als Erwachsene. Dabei ist die Sozialisierung dieser Rasse unglaublich einfach, es ist völlig ausreichend mit ihnen im Welpenalter in Parks zu gehen wo viele fremde Menschen und Tiere sind. Gut sozialisierte Bulldoggen sind exzellente Familien- und Wachhunde.

American Bulldogs sind sehr Beutetierfixiert und deshalb ist es schwierig einen ausgewachsenen Hund mit kleineren Tieren zusammenzuführen. Abhilfe schafft auch hier eine frühe Sozialisierung mit kleineren Tieren wie Katzen aber auch kleineren Hunden. Weiters haben die Hunde unglaubliche Energiereserven und benötigen deshalb sehr viel Auslauf und Beschäftigung. Hundesport kann eine sehr gute Beschäftigung darstellen, ein großer Garten ist unerlässlich.

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Gesundheit [ bearbeiten ]

American Bulldogs werden 10 bis 14 Jahre alt und tendieren dazu stark, physisch aktiv und sehr gesund zu sein. Gesundheitsprobleme bei den Hunden finden sich meist vereinzelt bei Zuchtlinien und nicht innerhalb der gesamten Rasse. Trotzdem finden sich die typischen Krankheiten von großen Hunden auch bei den American Bulldogs wieder, wie zum Beispiel Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie, Entropium (Rolllid), Ektropium oder auch Knochentumore.

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Rasseproblematik [ bearbeiten ]

Der American Bulldog zählt in einigen Ländern Deutschlands zu den Listenhunden, die umgangssprachlich als „Kampfhunde“ bezeichnet werden. Dort unterliegt die Haltung strengen Auflagen. In Bayern zum Beispiel zählt der American Bulldog zu den Hunden der "Kategorie 2". Dies bedeutet, dass geschlechtsreife Hunde einen Wesenstest ablegen müssen, in welchem geprüft wird, ob der Hund gut sozialisiert wurde und ob er keine erhöhte Aggressivität aufweist.

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Weiterführende Informationen [ bearbeiten ]

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