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Spitzmaulkärpfling

 (weitere Namen: Molly, Black Molly, White Molly, Dalmatiner Molly, Mexican Molly, Leierschwanz-Molly)

Spitzmaulkärpfling
Herkunft:Mexiko
Ursprung:Valenciennes, 1846
Lebensdauer:5 bis 6 Jahre
Nomenklatur:Poecilia sphenops
Familie:lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
Maße:6 bis 10 cm
Temperatur:25 bis 30 °C
Gruppe: tropischWasser: SüßwasserAufzucht: LebendgebärendKompatibilität: gut
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]

Der natürliche Lebensraum des Spitzmaulkärpfling (Poecilia sphenops, besser bekannt unter dem Namen Molly) erstreckt sich von Mittelamerika bis nach Kolumbien und Venezuela. Dort bewohnen sie Süß- und Brackwasservorkommen und langsam fließende Gewässer. In Europa sind Mollys gelegentlich in künstlich erwärmten Gewässern zu finden, beispielsweise in der Nähe von Kraftwerken. Dort gelangen sie durch ihre ehemaligen Halter hin, die sich ihrer Fische entledigen wollen. Allerdings gelten Mollys in diesen Gebieten noch nicht als Neozoon, also als eine fest etablierte Tierart.

In Deutschland wurden Mollys erstmals 1899 eingeführt. Mittlerweile gibt es eine Reihe von verschieden Zuchtformen der Spitzmaulkärpflinge, die beliebteste davon ist der Aquarienfisch Black Molly.

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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]

Mollys haben einen gestreckten Körper und einen spitzen Kopf. Die Körperform ist bei allen Varianten sehr ähnlich, während die Färbung extrem unterschiedlich ausfällt.

Die Wildform der Mollys ist silbrig grün. Die Farbgebung der einzelnen Zuchtformen variiert stark. Der beliebte Black Molly ist, wie sein Name schon verrät, pechschwarz mit einem samtigen Glanz. Eine weitere beliebte Zuchtform ist der Dalmatiner-Molly mit seiner silbrig weißen Färbung und schwarzen Flecken. Die Flossen an Brust und Bauch sind meist farblos.

Männliche Mollys werden etwa vier bis sechs Zentimeter lang während die Weibchen eine Länge von bis zu zehn Zentimetern erreichen. Gegenüber ihren männlichen Artgenossen wirken sie fülliger und rundlicher. In einer mittleren Längsreihe tragen Mollys 25 bis 30 Schuppen.

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Temperament [ bearbeiten ]

Den Mollys geht es am besten, wenn man sie in einer Gruppe hält. Diese sollte aus mindestens fünf Exemplaren bestehen. Wenn sie in einer Gruppe leben, sind Mollys viel aktiver als in Einzelhaltung. Sie sind sehr friedfertige Fische und vermehren sich mehrmals im Jahr. Die Eltern stellen ihrem Nachwuchs von 28 bis 80 Jungtieren nicht nach, wenn für diese ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden ist.

Die Zuchtformen der Mollys lieben warmes Wasser, am wohlsten fühlen sie sich bei einer Wassertemperatur von 24 bis 28 Grad Celsius.Die züchterisch beeinflussten Mollyvarianten sind empfindlicher als die Wildform und haben eine kürzere Lebenserwartung (ca. fünf Jahre).Da sie sehr robust sind und wenig Pflege brauchen sind Mollys vor allem bei den Anfängern unter den Fischhaltern sehr beliebt.

Allerdings sind Mollys bei Schwankungen der Wassertemperatur ziemlich empfindlich. Wenn die Tiere in Schaukelbewegungen verfallen, ist dies ein Anzeichen dafür, dass sie sich unwohl fühlen. Das Unwohlsein kann zum Beispiel durch zu weiches oder zu süßes Wasser ausgelöst werden. Mollys fühlen sich in hartem Wasser am wohlsten.

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