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Siamesischer Kampffisch

Grandioser Kämpfer

Herkunft:Thailand und Vietnam
Ursprung:1910, Regan
Lebensdauer:5 Jahre
Nomenklatur:Betta splendens
Familie:Osphronemidae
Maße:5 bis 8 cm
Temperatur:25 bis 30 °C
Gruppe: tropischWasser: SüßwasserAufzucht: LebendgebärendKompatibilität: aggressiv
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]

Der Siamesische Kampffisch ist ein kleiner wilder, aber nicht minder schöner Süßwasser-Aquariumfisch stammt ursprünglich aus dem Mekongbecken in Thailand und aus Kambodscha. Es handelt sich um den Siamesischen Kampffisch oder auch Schleierkampffisch – den Betta Splendens. Er bevorzugt ruhiges warmes Wasser mit mäßiger Strömung, wie es in seiner Heimat in Reisfeldern und Tümpeln zu finden ist.

1878 wurde der Gattungsname Betta zum Ersten mal von Bleeker für die Beschreibung eines Betta picta verwendet. 1892 wurde der Betta dann erstmals in Europa eingeführt und hat nicht zuletzt wegen seiner Farbenpracht und seinen Schleierflossen seitdem viele Freunde, Fans und Züchter begeistert.

Der Name Siamesischer Kampffisch entstand aufgrund des besonders aggressiven Verhaltens des Kampffisch Männchens, welches mit männlichen Artgenossen bis zur Erschöpfung und nicht selten sogar bis zum Tode eines der beiden kämpft. Dies machte man sich in Asien bis zu ihrem Verbot für traditionelle Fischkämpfe zunutze, und verwendete besonders aggressive Männchen auch zur Weiterzucht. Hier heraus entwickelte sich die Haltung von Kampffisch-Stämmen zu einem Statussymbol für reich und arm in Asien.

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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]

Da die Flossen des Siamesischen Kampffisches im Kampf zur Drohgebärde aufgestellt werden, wurden natürlich nur Tiere mit gut ausgebildeten Flossen zur Weiterzucht verwendet. Hieraus entstand letztendlich der bei uns bekannte Siamesische Kampffisch mit seinen schleierähnlichen After- und Rückenflossen. So genannte Betta Splendens Halfmoon sind spezielle Weiterzüchtungen, welche sich durch eine besonders ausgeprägte halbkreisförmige Schwanzflosse auszeichnen.

Durch weitere gezielte Züchtungen untereinander, konnten Farbvariationen von blau, purpurn, rot, schwarz und sogar weiß erzielt werden. Die Farbenpracht eines des kleinen, maximal fünf bis sieben Zentimeter großen, Fisches steht der von großen Buntbarschen in nichts nach. Die Weibchen dieser Gattung sind weniger auffällig. Sie haben kleine, nur ansatzweise ausgebildete Schleierflossen, treten aber in ebenso unzähligen, jedoch nicht ganz so spektakulären Farbvariationen wie die Männchen auf.

Mittlerweile steigt aber auch wieder das Interesse an der ursprünglichen Wildform des Siamesischen Kampffisches, welcher mit grünglänzenden Schuppen auf meist rot-braunem Grundton weniger spektakulär, aber nicht weniger schön anzusehen ist.

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Besonderheit [ bearbeiten ]

Siamesische Kampffische sind so genannte Labyrinthfische. Da die Gewässer (Reisfelder und Tümpel) in ihrer Heimat jahreszeitenbedingt sehr warm wurden, evtl. sogar durch Trockenperioden noch verschlammten, reichte der Sauerstoffgehalt im Wasser nicht mehr für die Fische aus. Im Laufe der Evolution entwickelten die Labyrinthfische ein Organ, die ihnen eine Anpassung an diese widrigen Bedingungen ermöglichte und mit Hilfe dessen sie den benötigten Sauerstoff aus der atmosphärischen Luft entnehmen können.

Das Labyrinthorgan ist ein faltenreiches Organ mit vielen Knochenlamellen, welches zudem sehr stark durchblutet ist. Es befindet sich im Kiemenbereich und funktioniert wie eine Lunge. Dadurch müssen ab und zu alle Labyrinthfische zum Luftholen an die Wasseroberfläche – haben sie diese Möglichkeit nicht, ersticken sie im Wasser.

Mittels dieser Besonderheit können Labyrinthfische über das Maul einatmen, das Ausatmen der verbrauchten Luft erfolgt über die geöffneten Kiemendeckel. Kampffisch-Babys haben noch kein Labyrinthorgan, es entwickelt sich erst im Laufe ihres Wachstums.

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Temperament [ bearbeiten ]

Durch seine Aggressivität, ganz besonders gegen männliche Artgenossen, ist der Siamesische Kampffisch von Natur aus ein Einzelgänger. In freier Wildbahn gehen sich die Tiere aus dem Weg und Kämpfe untereinander müssen, wenn genügend Raum zur Flucht besteht, nicht immer tödlich ausgehen. Im Aquarium sollte der männliche siamesische Kampffisch einzeln mit 2-3 Weibchen gehalten werden. Mit anderen Arten verträgt er sich gut, solange diese keine auffälligen Flossen haben (Verwechslungsgefahr mit Artgenossen) und keine so genannten Flossenzupfer (Guppies z.B. setzen einem Kampffisch-Männchen so zu, dass es unter Umständen an Stress und Erschöpfung stirbt).

Zur Paarung duldet das Männchen das Weibchen und wird zudem von ihr durch ständiges Berühren beschwichtigt und zur Paarung aufgefordert. Da das Männchen die Brutpflege übernimmt, sollte auch der Züchter im Aquarium nach der Paarung das Weibchen separat setzen, da das Männchen sie erbarmungslos jagen würde.

Das Männchen sammelt die befruchteten Eier mit seinem Maul auf, verklebt sie mit einem Sekret zu einem so genannten Schaumnest, welches unter der Wasseroberfläche hängt. Fürsorglich hebt er jedes losgelöste und heruntergefallene Ei wieder auf und bringt es wieder am Schaumnest an. Sobald die Jungtiere geschlechtsreif werden und die typischen männlichen Merkmale aufzeigen, sollten auch diese wieder getrennt gehalten werden.

Der siamesische Kampffisch bevorzugt verkrautetes strömungsarmes und warmes Wasser. Das sollte aber den Aquarianer trotzdem nicht davon abhalten, einen regelmäßigen Wasserwechsel durchzuführen. Als natürlicher Fleischfresser ernährt er sich auch im Aquarium gerne von Wasserflöhen und anderem tierischem Futter.

Siamesische Kampffische haben schon in der Natur keine besonders hohe Lebenserwartung. Durch Fressfeinde werden sie kaum älter als 2 Jahre. Auch im Aquarium und bei optimaler Haltung werden diese Tiere nur 2-3 Jahre alt, unter besten Bedingungen manchmal auch 4 Jahre.

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