Jeder, der sich zu Hause ein Aquarium einrichtet, stolpert über kurz oder lang auch über so genannte Apfelschnecken im Fachhandel. Diese hübschen und zwischen 5 bis 15 cm großen Tierchen stammen ursprünglich aus tropischen Gewässern in Süd- und Zentralamerika und Westindien sowie aus Afrika und Asien. Je nach Herkunft unterteilt sich die große Familie der Apfelschnecken oder Ampullariidae in acht verschiedene Gattungen. Durch gezielte Züchtungen wurden interessante Farbschläge erreicht, welche diese Bewohner des Aquariums sehr attraktiv und somit zu beliebten Haustieren machten.
Apfelschnecken atmen über eine Lungen-Kiemen-Kombination und können aufgrund dessen auch in Sümpfen, seichten und sauerstoffarmen Gewässern überleben. Durch einen Schnorchel, dem so genannten Siphon, können sie über der Wasseroberfläche atmosphärische Luft aufnehmen. Benötigt die Schnecke unter Wasser Sauerstoff, wird durch Muskeltraktion eine Hautfalte in der Mantelhaut zu einem flexiblen Schlauch ausgestülpt und dieser zur Wasseroberfläche geschoben. Diese Art zu Atmen zeigen sie auch gerne und besonders beeindruckend am Aquarienglas, was die Beobachtung der Schnecken sehr interessant macht. Eine weitere Besonderheit der Apfelschnecken ist ein verschließbarer Deckel der Öffnung des Schneckenhauses, welcher in freier Wildbahn bei Trockenheit der in feuchtem Grund eingegrabenen Schnecke das Überleben sichert. Zudem kann sie sich bei komplett in ihr Haus zurück ziehen und ist durch den harten Verschluss sicher vor Fressfeinden
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Herkunft: [ bearbeiten ]
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Paarung und Fortpflanzung: [ bearbeiten ]
Im Gegensatz zu anderen Schnecken sind Apfelschnecken nicht hermaphrodit (beidgeschlechtlich). Apfelschnecken entwickeln sich zu Männchen oder Weibchen, sind aber äußerlich schwierig zu unterschieden.
Nach der Paarung begibt sich die weibliche Apfelschnecke über die Wasseroberfläche, im Aquarium gerne an die Abdeckung, und legt dort ihre Eier als Gelege ab, welches schnell aushärtet und dort einen wirksamen Schutz für die Jungtiere bildet. Sollten die Eier in das Wasser fallen, bedeutet dies den sicheren Tod für die Jungtiere durch Ertrinken. Jedoch gibt es auch eine Art von Apfelschnecken, welche die Eier im Wasser als Gelklumpengelege ablegen. Hierbei handelt es sich um Marisa cornuarietis.
Wer dem Gelege der Eier genügend Zeit (ca. 2-4 Wochen) und Wärme gibt, hat bald jede Menge frisch geschlüpfte Schneckenbabys in seinem Aquarium. Bei Vergesellschaftung mit anderen Fischen, kann es jedoch durchaus vorkommen, dass nur einige wenige Schneckenbabys durch kommen, da viele Zierfische sehr gerne kleine Schnecken fressen. Das vorsichtige Umsetzen des noch harten Geleges auf ein schwimmendes Objekt in einem separaten Becken oder einer Abtrennung beugt hier vor.
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Nahrung: [ bearbeiten ]
Grundsätzlich sind alle Arten von Ampullariidae Allesfresser und ernähren sich meistens, aber nicht nur, von Pflanzen. Einige Spezies sind extrem auf Aquariumbepflanzung spezialisiert und schaffen es innerhalb kürzester Zeit das Grün unter Wasser bis auf den letzten Stiel zu vernichten. Diese Gattungen werden jedoch selten bis kaum im Fachhandel angeboten bzw. wird besonders auf diese „Unart“ hingewiesen. Sehr gerne nehmen alle Arten Apfelschnecken auch Gurken, Salat und Laubblätter, benötigen aber nebenbei auch tierische Nahrung wie Tubifex, Wasserflöhe oder auch speziell für Bodenbewohner entwickelte Futtertabs. Fehlt diese zusätzliche Gabe, verhungern Apfelschnecken auch im gut bepflanzten Aquarium.
Apfelschnecken verdauen ihre Nahrung mittels Mikroorganismen in ihrem Magen, welche auch mit ausgeschieden werden. Diese Mikroorganismen sind jedoch unschädlich für andere Aquariumbewohner, im Gegenteil, sie werden gerne von jungen Fischen als Futter verzehrt.
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