Der Leopardgecko ist eine Eidechse, heimisch im Iran, Afghanistan, Pakistan und Indien, und lebt in ariden Regionen, wie steinigen Wüsten oder trockenem Grasland. Der Leopardgecko ist der größte seiner Art und ist einer von fünf Arten der Gattung Eublepharis. Sein wissenschaftlicher Name Eublepharis macularius bedeutet: Eublepharis (griechisch) = gutes Augenlid; macularius (lateinisch) = gepunktet, und beschreibt somit seine vollbeweglichen Augenlider und seine gepunktete Haut. Sein bekannter Name ist herzuleiten von seinem leoparden-ähnlichen Punkten, die Muster auf der Haut von erwachsenen Geckos bilden. Leopardgeckos sind nachtaktiv und leben oft in verstreuten Siedlungen. Diese Art findet man selten am Boden. Während der Tageszeit suchen sie unter Steinen oder in Höhlen und Erdspalten Unterschlupf, die eine höhere Luftfeuchtigkeit aufbringen. Nachts schlüpfen sie aus ihren Verstecken und fressen Insekten, Skorpione und gelegentlich andere Eidechsen. Man sagt dass der Leopardgecko der erste Gecko ist, den man in Gefangenschaft gezüchtet hat und obwohl manche von ihnen noch immer wild gefangen werden, sind die meisten Exemplare davon gezielt gezüchtet worden. Der Leopardgecko hat ein freundliches Temperament, benötigt nur wenig Platz und ist nicht anspruchsvoll in der Fütterung, sodass er ein ideales Haustier für Eidechsen-Liebhaber ist.
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]
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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]
Der Leopardgecko ist eine große Eidechse, die bis zu 20-25cm groß wird. Untypisch für andere Geckos haben diese Tier vollfunktionstüchtige Augenlider, diese erlauben es ihm zu blinzeln und sie zu schließen. Ebenso haben sie ein klar sichtbares Außenohr. Ein anderes Erkennungsmerkmal welches sie von anderen Geckos unterscheidet ist das Fehlen der klebrigen Lamellen, um vertikale Oberflächen zu besteigen, aber sie besitzen stattdessen kleine Krallen, die ihnen beim Klettern helfen. Männliche Geckos unterscheiden sich von weiblichen durch einen etwas breiteren Kopf, einem dickeren Hals und einem gedrungenen Körper. Erwachsene Männchen können auch durch eine sichtbare Wulst nahe der ausstülpbaren Tasche, die den Hemipenis enthält, sowie durch eine hervorstehende, v-förmige Reihe von Präanofemoralporen (Schuppensäume). Der Leopardgecko-Schwanz wird als Fettspeicher-Reservoir benutzt, aber er bricht sehr schnell ab, was jedoch dem Gecko erlaubt sehr schnell dem Feind zu entkommen und obwohl der Schwanz wieder nachwächst, ist dieser dann nicht mehr so hübsch anzusehen wie es der ursprüngliche war. Den Leopardgecko gibt es in den verschiedensten Farben und Musterungen, entstanden durch die Züchtungen, aber normalerweise sind erwachsene Geckos weiß und gelb mit dunkelbraunen Punkten. Jüngere Exemplare haben sich verändernde Streifen, die sich stufenweise zu einer gepunkteten Erscheinung im Wachstum entwickeln.
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Varianten [ bearbeiten ]
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Umgang [ bearbeiten ]
Der Leopardgecko toleriert ein gewisses Maß an Streicheleinheiten und Zuneigung, allerdings nicht exzessiv (ein paar Mal die Woche höchstens) und er sollte nie mithilfe des Schwanzes hochgehoben oder gebändigt werden, da dieser sehr schnell als Schutzmechanismus abbrechen kann. Aus diesem Grund sollten Sie nie Kinder unbeaufsichtigt einen Gecko halten lassen.
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Fortpflanzung [ bearbeiten ]
Der Leopardgecko wird im zweiten Jahr geschlechtsreif, wobei die Weibchen schon vor ihrem ersten Jahr Eier produzieren können. Weibliche Geckos können Spermien speichern und brauchen sich nur einmal zu paaren, um eine Reihe von fruchtbaren Eiern die ganze Paarungszeit über zu produzieren. Wenn sie Junge erwarten, bildet sich beidseitig vom Bauch eine sichtbare Beule. Ihr sollte eine spezielle Liegefläche – gefüllt mit feuchtem Moos oder Wurmstein – zur Verfügung gestellt werden. Das Geschlecht der Jungen ist von der Temperatur abhängig. Temperaturen zwischen 26,5 – 28°C produzieren normalerweise weibliche, 29 – 30°C produzieren beide Geschlechter, und über 30,5°C werden männliche Nachkommen produziert. Höhere Temperaturen über 33°C produzieren übermäßig aggressive weibliche Nachkommen, die nicht nur ihre Terrarium Mitbewohner tyrannisieren, sondern auch niemals zeugungsfähig sein werden. Die Brutzeit beträgt 60 – 70 Tage, dies ist aber ebenfalls temperaturabhängig. Die Jungen fressen vor ihrer ersten Schuppung nichts. Sie sollten separat mit genügend Platz gehalten werden, um ein Gefressenwerden der kleineren durch die größeren Geckos zu vermeiden.
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Gesundheit [ bearbeiten ]
Leopardgeckos sind sehr zähe, langlebige Eidechsen, die nicht sehr anfällig für Krankheiten sind und sich sehr gut an die Gefangenschaft anpassen.
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Trivia [ bearbeiten ]
Wenn ein Leopardgecko auf einen anderen Gecko trifft, so lässt er seinen Schwanz rotieren, sollte der andere Gecko in derselben Art antwortet, so weiß jeder von ihnen, dass es sich beim anderen Gecko um ein Männchen handelt und dann beginnen sie zu kämpfen.
Weibchen zeigen dieses Verhalten nie.
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Haltung [ bearbeiten ]
Lebensraum:
Vollglasterrarium mit den Maßen 120x60x60cm für 2 Tiere. Um den Tieren schutz zu bieten sollte eine Rückwand eingeklebt werden.
Untergrund:
Bewährt hat sich ein Ton Sand Gemisch im Verhältniss 1:1-3, Oder ein Sand-Lehmpulvergemisch im Verhältniss 1:5-10. Dieser Bodengrund bietet den Geckos einen festen Boden mit guten grab-eigenschaften. Im Quarantäne- und Aufzucht-Terrarium sind Papierhandtücher praktisch, weil leicht zu reinigen.
Ausstattung:
Steine und halbe Baumstämme um Unterschlupf zu suchen und als Kletterplatz, ein harter Stein oder Rinde für die Schuppungsphase des Geckos und einen Unterschlupf, damit die Tiere sich dort verstecken oder schlafen können. Ausserdem benötigen die Geckos einen "Wet-Place". Mit Torf gefüllte Plastikdosen in die ein Loch geschnitten wird eignen sich sehr gut.
Temperatur:
Wechselnd: Tagsüber 35-40°C unter dem Lampen-Spot, Temperaturgefälle bis auf circa 25°C.
Nachts: 25°C
Rotlicht & Keramik-Lampen, von der Benutzung von Heizmatten ist abzuraten, sollten aber auf jeden Fall nicht den ganzen Boden abdecken. Heizsteine sind auch begrenzt zu Empfehlen da Praxistests zeigten das viele Produkte unzureichend Isoliert sind und die Geckos sich an ihnen verbrennen können.
Belichtung:
Kein spezielles UV-Licht benötigt. Tag/Nacht-Zyklus mit einer Zeitschaltuhr mit je 12 Stunden beachten.
Luftfeuchtigkeit:
Moderat, eine feuchte Zone hilft bei der Schuppung, aber nicht das ganze Behältnis sollte feucht gehalten werden. Eine Wasserschale sollte immer bereitgestellt sein. Die Schale sollte es dem Gecko erlauben, leicht ein- und auszusteigen und sollte flach genug sein, um ein Ertrinken zu vermeiden.
Reinigung:
Täglich: Einen kleinen Teil des Terrariums mit warmen Wasser besprühen, sowie das wechseln des Wasser in der Wasserschale und entfernen der Kotreste.
Wöchentlich: Kontrolle des Wet-Place
Monatlich: Einrichtung säubern, Teil des Bodengrunds ersetzen.
Einmal im Jahr: Grundreinigung des Terrariums.
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Ernährung [ bearbeiten ]
Fleischfressend: Grillen, Würmer (Zophabas), Mehlwürmer (mit Maß), Wachswürmer, Erdwürmer, Grashüpfer, Heuschrecken, und gelegentlich kleine Mäuse, aber nur für die erwachsenen Tiere. Ausgewachsene Tiere: füttern Sie jeden zweiten Tag; Jungtiere: füttern Sie täglich Zugaben: Kalzium/D3 und Reptilmultivitamine. Für die ausgewachsenen Tiere bei jeder zweiten Fütterung Zugaben. Weibliche Geckos benötigen die Zugaben in der Paarungszeit täglich. Insekten sollten mit Eingeweiden gefüttert werden und bedeckt sein mit diesen Zusätzen.
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Pflegeaufwand [ bearbeiten ]
Einfach.
ACHTUNG: Zedern-Hackschnitzel sind giftig für den Gecko und sollten nicht als Untergrund verwendet werden. Heiße Steine – erhitzt durch die Belichtung – sind gefährlich für den Gecko da sie zu heiß werden und das Tier verletzen könnten. Direkte Sonneneinstrahlung kann das Behältnis sehr schnell überhitzen und den Gecko sogar töten.
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