Bartagamen (Pogona) stammen aus den Wüstenregionen Australiens und gehören zur Familie der Agamen (Agamidae). Es sind 8 verschiedene Bartagamen Arten bekannt. Die am häufigsten gehaltenen sind die Streifenköpfige Bartagame (Pogona Vitticeps), die man mittlerweile sogar in beinahe jedem Zoofachhandel erhalten kann. Der Grund hierfür dürfte die Tatsache sein, dass sie als einzige Kleinechse wirklich handzahm werden. Ebenfalls noch gehalten werden, wenn auch deutlich seltener Zwergbartagamen (Pogona henrylawsoni), diese Art ist deutlich kleiner.
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]
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Äußeres Erscheinungsbild [ bearbeiten ]
Es gibt verschiedene Farben bei Bartagamen. Die Wildfarbe ist beige bis hellbraun/ orange mit dezenter dunklerer Musterung. Daneben gibt es noch Formen wie z.B. Citrus (hellgelbe Zeichnung) oder Red/Blood (mehr oder weniger stark ausgeprägte Rot-Färbung). Ausgewachsene Tiere erreichen eine Gesamtlänge von 50-60 cm, wobei der Schwanz bis zur Hälfte die Länge ausmacht.
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Systematik [ bearbeiten ]
Wie eingangs schon erwähnt gibt es acht verschiedene Arten von Bartagamen.
Die verschiedenen Rassen im Überblick:
- Östliche Bartagame (Pogona barbata)
- Zwergbartagame (Pogona henrylawsoni)
- Kimberley-Bartagame (Pogona microlepidota)
- Kleine Bartagame (Pogona minima)
- Westliche Bartagame (Pogona minor)
- Mitchells Bartagame (Pogona mitchelli)
- Nullarbor-Bartagame (Pogona nullarbor)
- Streifenköpfige Bartagame (Pogona vitticeps)
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Temperament [ bearbeiten ]
Bartagamen sind die wohl am meisten gehaltenen Echsen, diese Beliebtheit lässt sich zum einen dadurch erklären, dass sie sehr interessant zum Beobachten sind und zum anderen, dass sie mit der Zeit sehr zutraulich werden können. Das ändert jedoch nichts daran, dass Bartagamen wie alle anderen Reptilien keine Streicheltiere sind und es nach wie vor für die Tiere immensen Stress bedeutet, wenn diese häufiger berührt oder gar aus dem Terrarium genommen werden.
Bartagamen sind eines der beliebtesten Terrarien-Tiere überhaupt ähnlich wie die Kornnatter oder der Leopard Gecko. Hat man die Grundvoraussetzungen wie Größe des Terrariums, Beleuchtung etc. erfüllt, sind sie sehr pflegeleicht und nicht besonders zeitintensiv. Doch wer ein Kuscheltier sucht, sollte lieber Abstand nehmen, sie werden zwar zutraulich, sollten aber trotzdem möglichst selten in die Hand genommen werden, da es für die Tiere doch immer wieder Stress bedeutet.
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Haltung [ bearbeiten ]
Aufgrund ihrer sehr aktiven Natur brauchen sie ein entsprechendes Terrarium. Die Maße von 160 x 80 x 80 cm sollten nicht unterschritten werden für ein oder auch zwei ausgewachsene Tiere. Da Bartagamen Wüstentiere sind, muss auch für genügend Beleuchtung und Wärme gesorgt werden, an den heißesten Punkten kann es bis zu 50°C warm sein, im Allgemeinen sollte die Temperatur bei 26 bis 32°C liegen. Auf eine ausreichende UV-Versorgung (keine Röhren oder Energiesparlampen! Ausreichend sind lediglich Vitalux, Bright Sun oder Ähnliche) und eine ausreichende Helligkeit, die nur mithilfe von HQI oder HCI gewährleistet werden kann, ist zu achten. Diese sind sehr wichtig für die Entwicklung und aktivität der Tiere. Man kann sie auch zu zweit oder in kleinen Gruppen halten, aber in der Natur sind sie eher Einzelgänger, weswegen die Einzelhaltung sehr zu empfehlen ist. Bei einer Vergesellschaftung von mehreren Tieren müssen immer auch entsprechende Ausweichterrarien bereit gehalten werden, um die Bartagamen im Fall der Fälle trennen zu können.
Als Bodengrund ist ein Sand-Lehm-Gemisch zu empfehlen. Hierzu kann Lehmpulver mit dem „Spielkastensand“ aus dem Baumarkt gemischt werden, dies ist zudem eine sehr billige Variante. Sand-Lehm-Gemisch ist normalem Sand zu bevorzugen, da die Tiere einen härteren Bodengrund benötigen und dieser auch grabfähig sein sollte. Nie normalen Sand von draußen nehmen! Darin sind viel zu viele Bakterien und Krankheitserreger. Ebenfalls sollte eine Wasserschale, immer gefüllt bereitstehen sowie diverse Versteck- und Klettermöglichkeiten, da Bartagamen sehr gerne und auch gut klettern.
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Ernährung [ bearbeiten ]
Als Jungtiere ernähren sich Bartagamen zu fast 90% von Lebendfutter wie z.B. Heimchen, Grillen, Mehlwürmern etc., die restlichen 10 % sind Obst und Gemüse (z.B. Apfel, Salat, Gurke). Mit zunehmendem Alter ändert sich der Anteil auf 50% /50%, aber immer lieber mehr Grünfutter wie lebend Futter geben, da es zu einem Eiweißschock kommen kann. Es sollten nie gravierende Größenunterschiede zwischen zusammen lebenden Bartagamen geben, da es sein könnte, dass die kleinere aufgefressen wird.
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Weiterführende Informationen [ bearbeiten ]
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Weblinks: Bartagamen – Wikipedia |
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