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Anolis

Raffinierte Farbwechsler

Herkunft:Zentralamerika
Ursprung:1802, Daudin
Lebensdauer:3 bis 5 Jahre
Nomenklatur:Anolis
Familie:Polychrotidae
Maße:8 bis 30 cm
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Geschichte und Herkunft [ bearbeiten ]

Die Anolis sind eine Gattung innerhalb der Polychrotidae, es gibt über 300 verschiedene Arten. Die Tiere können ihre äußere Erscheinung innerhalb weniger Sekunden farblich verändern. Ihr Artenname hat seinen Ursprung in der Sprache der Ureinwohner Zentralamerikas, den Einwohnern der Antillen. Das Verbreitungsgebiet der Echsen erstreckt sich von Nordamerika bis nach Paraguay, die meisten Exemplare findet man in freier Wildbahn jedoch in den USA, Kuba und Jamaika und anderen tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas. Einzig die Grüne Anolis stammt ursprünglich wirklich aus den USA. Alle anderen dort ansässigen Arten wurden über Importe und durch das Aussetzen von Haustieren in die dortige Flora eingebracht.

Alle Anolis ernähren sich von Insekten und anderen lebenden Kleinsttieren. In Haustierhaltung entwickeln sie sich zu wahren Gourmets und probieren, was klein genug ist. Die Echsen erreichen ein Alter von drei bis fünf Jahren bei entsprechend artgerechter Haltung. Bekannt sind das Rotkehlanolis, das Blaukehlanolis und das Weißlippenanolis

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Äußeres Erscheinungsbild: [ bearbeiten ]

Oft werden Anolis fälschlicherweise als Gecko oder Chamäleon bezeichnet, sie sind aber zu keiner der beiden Gruppen zugehörig. Sie sind am ehesten mit den Leguanen verwandt. Anolis haben eine sehr charakteristische Körperform. Ihr Kopf ist langgezogen. Sie sind, wie auch andere Echsen, in der Lage ihre Augen unabhängig voneinander zu bewegen. An den Zehen befindet sich wie bei Geckos ein Haftsaum, der durch eine Lamellenstruktur eine Haftung selbst an Glas ermöglicht.

Die männlichen Exemplare können zudem über das Zungenbein ihre auffällig gefärbte Kehlfarbe aufstellen und einen in der Größe variierenden Nackensaum aufstellen. Diese Eigenschaften werden zur Paarung ebenso wie bei Revierabgrenzungen benutzt. Es gibt einige Anolis-Arten, bei denen die Weibchen kontrastierende Kehlfahnen besitzen und die der Männer dafür weniger ausgeprägt sind. Die Männchen sind jedoch bei allen Arten größer und haben einen massiveren Kopf. Beide Geschlechter haben einen schlanken Körperbau. Ihr Schwanz nimmt zwei Drittel der Körpergröße ein. Die meisten Anolis reichen in der Größe zwischen 8 und 18 cm. Einige größere Arten können eine Größe von bis zu 30 cm Länge erreichen.  

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Temperament: [ bearbeiten ]

Wie andere Echsen ist auch die Aktivität der Anolis von Wärme und Sonnenbestrahlung abhängig. Anolis sind prinzipiell nicht aggressiv, sondern eher scheu und sehr ortsbezogen. Ausschließlich Männchen tragen Kämpfe aus, sofern sie sich nicht in Einzelhaltung befinden. Außerdem geraden alle Anolis Arten schnell und bei den kleinsten Anlässen in Stress. Während der Brut fühlen sich weibliche Anolis oft von ihren Partner gestört und reagieren mit Stresssymptomen. Unwissen herrscht noch über die Art und Weise der Partnersuche: Nicht jedes Weibchen akzeptiert die Gegenwart eines männlichen Anolis. Unter Umständen können Anolis handzahm werden, sollte man dabei jedoch vorsichtig sein, um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen. Normal ist, dass die Echsen sich am Anfang mit kräftigen Bissen gegen Berührungen wehren. Bisse können im schlimmsten Fall zu ernsthaften Verletzungen beim Menschen, und zu Kieferbruch oder Zahnausfall bei Anolis führen. Außerdem bewirkt der Stress durch Berührung eine stellenweise Verfärbung. Wie andere Artgenossen werfen Anolis bei Berührung des Schwanzes diesen in einem Schutzreflex ab. Unbegründete Farbwechsel können darauf hin deuten, dass der Anolis sich in einer Stresssituation befindet. Die Gründe dafür können umweltbedingt und psychisch bedingt sein. Trotzdem sind die Anolis auch für Einsteiger geeignet. Eventuelle Fehler bei der Haltung der Anolis verzeihen einem die Tiere schon mal.

Für die Heimtierhaltung eignet sich besonders das Rotkehlanolis.         Das Ritteranolis dagegen kann sehr groß werden und benötigt daher ein entsprechend großes Terrarium.

 

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Terrarienhaltung [ bearbeiten ]

Rotkehlanolis (Anolis carolinensis)

Die Beleuchtung für ein Becken mit den Maßen 40x40x80(LxBxH) sollte mindestens aus einer 70 Watt HQI Lampe bestehen. UV Strahlung bekommen die Tiere entweder über die Osram Vitalux oder idealerweise über eine Lucky Reptile Bright Sun UV, bei der es sich sowohl um einen brauchbaren UV-Strahler als auch um eine HQI handelt, weshalb das wohl als Optimallösung gelten dürfte.  Da Anolis carolinensis Sonnenanbeter sind, ist eine Beleuchtung durch Röhren suboptimal und lässt die Tiere nicht in der üblichen Prachtfärbung erscheinen. Der Deckel des Terrariums sollte aus feiner Gaze bestehen, darüber wird die Beleuchtung angebracht.  Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tag etwa 50% betragen und nachts 70-80%. Einmal am Tag sprühen genügt, Rotkehlanolis sollten eher trockener als zu feucht gehalten werden.

Die Temperaturen im Becken sollten von 35°-40° auf einem Wärmeplatz bis ca. 22° an kühlen und schattigen Stellen reichen. Nachts können die Temperaturen bis auf 15° fallen ohne das die Tiere Schaden davon tragen.

Von November bis Februar sollte eine Ruheperiode eingelegt werden. Die Temperaturen sollten dann zwischen 15°-18° betragen.

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