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Vier Tage im Motorraum

Ein Tigerle unter der Motorhaube

Dienstag, 10. November 2009
Autor: Sabrina Stauber
Vier Tage im Motorraum
©ÖAMTC Katze wohlauf

Katze war vier Tage in Motorraum eingeklemmt - und kam mit dem Schrecken davon.

Höchst (VN) Einen ungewöhnlichen Fund machte am Sonntagvormittag eine Pannenfahrer in seinem Auto. Nach dem dieses schon den vierten tag Probleme beim Schalten, Bremsen und Lenken aufwies und am Sonntagvormittag entgültig den Geist aufgab, orderte der Lenker den ÖAMTC-Pannendienst.

Zwei große Katzenaugen

Die pelzige Überraschung sollte aber erst folgen: Denn nachdem Pannenhelfer Rudi Winder den Motorraum des VW-Passats gründlichst ausleuchtete und auf Fehler untersuchte, staunte dieser nicht schlecht: Inmitten des Motorraums zuwischen Kabeln und Filter schauten ihn zwei große Katzenaugen hilfesuchend an.

Sofort riefen der Lenker und der Pannenengel Bruno Fink, den Veterinär einer nahegelegenen Kleintierpraxis herbei. „Die Katze war schrecklich verängstlicht und hatte riesengroße Pupillen“, schilderte der zur Hilfe geeilte Veterinär. Fink narkotisierte das mitgenommene Kätzchen zunächst – bevor das Tier aber aus dem Wagen befreit werden konnte, mussten Luftfilter zerlegt und Elektronik ausgebaut werden. Die katze wurde vom ÖAMTC Mitarbeiter regelrecht ausgebaut.

Dabei erklärte sich auch, warum der Wagen seit vier Tagen nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte und schließlich zum Stillstand gekommen war. „In Panik hatte die Katze einen Kabelstrang zerbissen“ erzählt Fink. „So hat sie sich auch selbst das Leben gerettet“ ergänzt der Tierarzt.

Vier Tage im Auto

Nach der geglückten Befreiung nahm Fink das Kätzchen sofort mit in seine Praxis und versorgte sie mit Infusionen: „Sie war stark ausgetrocknet – Katzen sind an den Nieren sehr empfindlich“, weiß Fink. „Immerhin muss sie mehr als vier Tage im Motorraum gewesen sein, denn da haben auch die Beschwerden beim Auto angefangen“, erklärt sich der Tierarzt einen Zusammenhang. Unzählige Kilometer muss der süße Wollknäuel als „Blinder passagier“ im Motorraum zurückgelegt haben.

Keine Verletzungen

Das Kätzchen sein nun aber wieder wohlauf, „nur noch etwas taumelig von der Narkose“, so Fink. „Gott sei Dank hat sie sich keine Verletzungen zugezogen“, freuen sich Autofahrer, Pannenhelfer und Tierarzt.

Nach Angabe des Tierarztes sein die Katze zwischen fünf und sechs Jahre alt, sehr zutraulich und gepflegt. Das Tigerchen warten nun in der Tierarztpraxis auf seinen Besitzer der es nach ein paar Tagen der Beobachtung mit nach Hause nehmen kann.


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Kommentare (1)
Verfasst von Bonnyboy66 am 12. November 09 um 15:05 Uhr.

Das arme kleine Ding!!!

Diese vier Tage des Lärms und der Hitze müssen ja die absolute Hölle für dieses arme Wesen gewesen sein!!! Ich hoffe, dass sich der echte Besitzer auch meldet - sie hat schliesslich schon die Hölle durchgemacht! Wie gut, dass sie ein Kabel durchgefressen hat, sonst wäre sie bestimmt dort auch noch elendig verendet - wenigstens lässt sich Gott doch noch ab und zu mal sehen!
Ganz liebe Grüsse an die Fellnase und ich hoffe, dass sich Herr- oder Frauchen auch noch findet!!!

BIG KISS
Bonnyboy66

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