Es gibt sehr viele Tierpsychologen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und für viele Menschen ist Tierpsychologie ein Traumberuf. Was aber ist eigentlich Tierpsychologie? Die Psychologie der Tiere? Weit gefehlt! Mit Psychologie hat der Begriff wenig gemein, oder sollte ich besser sagen: Nichts mehr? Hier ein bisschen was zum Nachdenken:
Klären wir zur besseren Verständigung zunächst einmal die Begriff.
Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben, Verhalten und Bewusstsein des Menschen (seiner Psyche).
Verhalten ist ein Zentralbegriff der Verhaltenbiologie. Er bezieht sich auf alle äußerlich wahrnehmbaren und daher auch mit technischen Hilfsmitteln erfassbaren, aktiven Veränderungen, Bewegungen, Stellungen, Körperhaltungen, Gesten und Lautäußerungen eines Menschen oder Tieres, sowie auf jene mehr oder weniger kurzfristigen, umkehrbaren Farb- und Formänderungen, oder Absonderungen von Substanzen die in irgend einer Form der Verständigung dienen (zum Beispiel Pheromone). Als Verhalten kann einerseits die Gesamtheit solcher Lebensvorgänge bezeichnet werden, andererseits können. Als Verhalten kann einerseits die Gesamtheit solcher Lebensvorgänge bezeichnet werden, andererseits können als Verhalten aber auch einzelne Merkmale in einer bestimmten Zeitspanne bezeichnet werden.
Verhalten wird von der Verhaltensbiologie verstanden als eine durch Gene und Lernen beeinflusste Anpassungsleistung eines intakten Organismus an seine Umwelt. Mit dem Tod eines Individuums endet daher auch sein Verhalten.
In Bezug auf Tiere gilt heute: Bei Tieren kann lediglich das Verhalten beobachtet werden …
Wenn diese These richtig wäre, dann verwundert es doch schon besonders, dass sich Forscher bis ungefähr 1940 verstärkt darum bemühten das innere Erleben von Tieren zu analysieren, zu verstehen und darauf praktisch einzugehen. In den späten 1930er-Jahren war die Tierpsychologie in bibliographischen Gliederungen des Universitätsfaches Psychologie in Deutschland als eigenes Gebiet enthalten und in der Nähe der Entwicklungsbiologie angesiedelt. So ist es heute noch in den Vereinigten Staaten (USA).
Seit Jahrzehnten ist es damit vorbei und – was wirklich erstaunlich ist – hat seit dieser Zeit auch das Tier, insbesondere das Haustier, in unserem Denken immer weniger Stellenwert.
Die Psychologie gilt als empirische Wissenschaft, die das Erleben und Verhalten des Menschen beschreibt und erklärt, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen.
Warum sollen wir dies bei Tieren, auch hier wieder speziell bei Haustieren und ganz im speziellen bei Hunden, plötzlich nicht mehr können? Es ist nicht gewünscht – es ist kompliziert, aber dennoch nicht komplizierter als beim Menschen. Wir wissen seit Ewigkeiten, dass Krankheiten – auch bei Tieren – psychosomatischer Natur sein können. Dem zur Folge muss ein Tier eine Psyche aufweisen. Auch wissen wir, dass Verhalten abhängig ist vom psychischen Zustand, wir wissen, dass Tiere unter Stress leiden und viele psychische Symptome aufweisen wie auch der Mensch. Ja, heute werden sogar Tiere mit Psychopharmaka behandelt und das ohne überhaupt Ahnung von der Psyche der Tiere zu haben – das halte ich für äußerst bedenklich.
Die Tierpsychologie beschäftigt sich jedoch ausschließlich mit dem Verhalten und – beinahe noch unverständlicher – der Erziehung von Tieren und der "Korrektur" von angeblichen Verhaltensproblemen. Dadurch wird jedoch lediglich an den Symptomen "herumgebastelt", ohne das oftmals die wahre Ursache erkannt wird, geschweige denn, sie zu beseitigen.
Da ich in den Vereinigten Staaten noch Tierpsychologie – im ursprünglichen Sinne – zusammen mit Humanpsychologie studiert habe (an einer anerkannten Universität), habe ich auch viele Parallelen zwischen der menschlichen und tierischen Psyche erkannt. Bei uns lernen Hundehalter, erst recht zukünftige Trainer und Therapeuten, vieles über die Psyche von Mensch und Tier.
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Ihr Artikel ist sehr …
Ihr Artikel ist sehr interessant.
Ich würde gerne Tierpsychologie studieren.
Einige Institute bieten ein Studium an, dies ist allerdins nur eine Ausbildung die zu hohen Preisen angeboten wird und nicht anerkannt ist.
Es soll auch möglich sein über ein Tiermedizin oder Biologiestudium mit Schwerpunkt Zoologie Verhaltensforschung zu studieren, allerdings werden bei beiden Studienrichtungen Tierversuche durchgeführt. Ist es denn möglich Human-Psychologe in Deutschland zu studieren und somit auch erkenntnisse in Tierpsychologie zu erhalten? Laut "Ein Herz für Tiere" Artikel "Katzenverhaltensforscher" soll dies möglich sein.
Es würde mich sehr freuen, wenn sie mir helfen könnten.
Vielen Dank