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Stress bei Hunden (Teil 2)

Freitag, 12. Februar 2010
Autor: Edith Kirchberger
Stress bei Hunden (Teil 2)
Hundeausstellung
© Edith Kirchberger

Was kann Stress auslösen?

Um niemanden nahezutreten, hier ein Schnapschuss auf einer Hundeausstellung die ich in Ungarn besucht habe.

Man sieht, wie überdreht und gestresst die Halter und die Hunde dabei sind. Nach solchen Tagen und in den kommenden Tagen danach, muss man unbedingt darauf achten, dass keinerlei neue Überforderungen dazu kommen.

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Bilderquelle: Edith Kirchberger

Ruhige Spaziergänge und Nasenarbeit sind zu empfehlen. Gönnen Sie Ihrem Hund seine Ruhe! Wenn wir aus dem Urlaub zurück kommen, tut es uns auch gut, noch einen Tag zu Hause zu bleiben, um wieder auf ein normales „Level“ zu kommen. So auch der Hund!

Hunde / Menschen können oft in ähnlichen Situationen gestresst werden, z.B durch:

  • Hunger, Durst
  • Hitze, Kälte
  • zu viel Bewegung - zu wenig Bewegung / Aktivität
  • Einsamkeit / Langeweile
  • Schockartige Erlebnisse
  • Zu hoher Anspruch beim Training/im Alltag
  • Innere Konflikte: ich kann nur eines machen, was soll ich nun tun?? z.B Hund wird am Gang (Flur) gerufen. Der zweite Hund liegt aber am Weg zwischen dem Besitzer und dem gerufenen Hund und kaut gerade an einem Knochen. Konflikt für den gerufenen Hund: Ich muss zu meiner Bezugsperson. Ich darf dem anderen Hund aber jetzt nicht zu nahe kommen.
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden
Stress bei Hunden

Das alles kann Hunde stressen:

  • Gewitter, Lärm, Angst auslösende Handlungen oder Geräusche, Bedrohliches (z.B über den Hund beugen, frontal aufeinander zugehen, etc.)
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    Bilderquelle: Edith Kirchberger
  • Ungewissheit aufgrund unberechenbarer Bezugspersonen oder Artgenossen
  • Stimmungsübertragung: andere Leute oder Hunde der Umgebung sind gestresst
  • Zu wenig Schlaf, Störungen des Schlafes, zu wenig Zeit zum Entspannen, zu viel Aktivität, häufiges oder langes Spiel, Kinder im Haus ohne Rückzugsmöglichkeit für den Hund
  • Verlust des Sozialpartners, Trennung vom Rudel oder von Personen, die der Hund liebt, nicht zu Menschen oder Hunden können, die er kennt, alleine bleiben (zu lange, nicht daran gewöhnt), weggesperrt werden
  • Sich nicht entleeren können, wenn nötig
  • Plötzliche Veränderungen, wie Besitzerwechsel, Wohnungswechsel, zu viele und/oder fremde Leute (Besucher, Begegnungen draußen), Menschenmassen, volle U-Bahnen
  • Enger Raum, zu wenig Platz, kein Raum zum Ausweichen
  • Ungewohnte Dinge (Lift fahren, U-Bahn fahren, Auto fahren)
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    Bilderquelle: Edith Kirchberger
  • Angeschrieen werden, Leinenruck, straffe zu kurze Leine, Aggression in der Umgebung, Streitigkeiten in der Familie oder mit anderen Tieren
  • Angst, nicht mitkommen zu dürfen (z.B wenn Urlaubstasche gepackt wird)
  • Kommunikationsprobleme mit Katzen, Hunden, Menschen, etc.
  • Situationen, mit denen man nicht umgehen kann, Ungewissheit, Überforderung
  • Prüfungen, Ausstellungen, Turniere, ja ob Sie es glauben oder nicht auch Agility...
  • Zu wildes und/oder langes Spiel mit anderen Hunden, Welpenstunden, Trainingsklassen
  • Umzug, Reisen
  • Erwartungsdruck, ständig Erwartungen, die man zu erfüllen hat
  • Druck bei der Ausbildung, z.B bei Sitz am Halsband hochziehen und gleichzeitig hinten hinunterdrücken
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Bilderquelle: Edith Kirchberger

Im Bild rechts sehen wir in einer ungarischen Hundeschule typisches Verhalten. Wenn der Hund nicht "Sitz" macht, wird er sofort hinten runter gedrückt. Der andere Hund will zu ihm und wird über Leinenruck zurechtgewiesen. Über Leinenruck entstehen negative Verknüpfungen - in diesem Fall könnte der Hund den Schmerz, den er durch den Leinenruck verspürt, mit anderen Hunden verbinden - und es kann passieren, dass er dann andere Hunde nicht mehr mag, um es milde auszudrücken. Der Bobtail beschwichtigt mit Pfote heben, der kleine Hund, dem das Drüberbeugen und Runterdrücken sichtlich unangenehm ist, mit Kopf zur Seite drehen und Züngeln.

  • Wildfährten
  • Ungewollte Berührungen
  • Neue Personen in der Familie, Verlust von geliebten Personen
  • Krankheit, Schmerzen, Tierarzt
  • Strafen
  • Unerwartete Veränderungen im Tagesablauf, Hundefrisör

Zu wenig Aktivität ist bei einem Hund, der mit der Familie lebt, nie als Stressauslöser aufgetaucht, kann aber bei Kettenhunden oder Hunden in Zwingern der Fall sein.

Weiter Artikel zum Thema: Stress bei Hunden

Stress bei Huden Teil 1 bis Teil 4


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