People for the Ethical Treatment of Animals - zu deutsch: "Menschen für einen ethnischen Umgang mit Tieren"
Dafür steht eines der, nach eigenen Angaben, weltweit größten Tierrechtsorganisationen.
PETAs Philosophie
PETA kämpft gegen Massentierhaltung, Pelztierhaltung, Tierversuche und Tiere in der Unterhaltungsindustrie sowie gegen Angeln, Tötung von Tieren, die als Schädling betrachtet werden, Hunde- und Hahnenkämpfe. Desweiteren spricht sich die Organisation für eine vegane Lebensweise aller Menschen aus.
PETA betrachtet Tiere nicht als Eigentum und lehnt diese Vorstellung auch strikt ab. Das heißt sämtliche Formen von Tierversuchen, Fleischverzehr, Massentierhaltung und Jagd sowie die Verwendung von Tieren in der Unterhaltungsbranche oder als Kleidung, Möbel oder Schmuck sind absolut tabu.
Tiere haben Grundrechte, die beachtet werden müssen. Dabei ist es irrelevant, ob die Tiere für den Menschen einen Nutzen haben. Im Gegenteil: PETA sagt ihnen ein moralisches Recht auf Leben und Unversehrtheit zu.
PETA tötet Tiere
Dennoch: PETA verfolgt keine Strategie, bei der die Tötung von Tieren kategorisch ausgeschlossen wird. In ihrer Zentrale in Norfolk, Virginia, USA schläfert die Organisation nicht vermittelbare Tiere ein. Bzw. solche, die nach Ansicht von Tierärzten eingeschläfert werden sollten, deren Besitzer aber nicht in der Lage sind dies zu bezahlen. 1999 haben 786 Hunde und Katzen ein neues Zuhause gefunden. 1317 Tiere wurden getötet. 2004 bis 2005 nahm PETA insgesamt 20.258 Tiere bei sich auf, von denen lediglich 15.438 von ihren Besitzern abgeholt wurden. 4.224 von ihnen wurden eingeschläfert, während 507 neue Besitzer fanden.
Aktuelle Angaben der Abteilung für Landwirtschaft und Verbraucherdienste von Virginia (Virginia Department of Agriculture and Consumer) belegen, dass rund 96% aller in der Obhut von PETA verbliebenen Tiere getötet wurden. Das entspricht einer Gesamtanzahl von 27751 Hunden und Katzen.
PETA vs. CCF
Einerseits wird PETA eine Doppelmoral unterstellt. Zwar unterstützt die Organisation nur dann die Tötung von Tieren, wenn keine Lebensbedingungen hergestellt werden können. Aber gleichzeitig definiert PETA auch wann es den Tieren schlecht geht. Viele durch Aktionen von PETA befreite Tiere konnten nicht vermittelt werden, weil man vorher schon beschlossen hatte sie einzuschläfern. Andere Tierheime in den USA sind dies bezüglich nicht so voreilig.
Andererseits muss beachtet werden, dass die kürzlich veröffentlichten Dokumente von der gemeinnützigen Organisation "Center for Cosumer Freedom" (Zentrum für Verbraucherfreiheit), kurz CCF, stammen. Unternehmen wie Coca Cola, Wendy's oder Tyson Foods werden häufig durch die Kampagnen von PETA angegriffen und schließen sich zu Gegenkampagnen zusammen. Diese Unternehmen unterstützen offiziell das CCF, beispielsweise bei Betreibung von Internetseiten wie
www.animalscam.com oder
www.petatoetettiere.de
Auch wenn die Bezeichnung "Mord" auf diesen Websiten ein wenig überspitzt sein mag, kann nicht verleugnet werden, dass unzählige Hunde und Katzen durch die Hand von PETA-Mitarbeitern gestorben sind. Dennoch sind diese Tötungen nicht vollkommen unbegründet. Sicherlich aber gibt es einen anderen Weg als diesen, das Leiden der Tiere zu beenden. (TW)

