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Hundesport: Ruhige Sportarten

Unterordnung & Co.

Montag, 10. November 2008
Autor: Destiny
Hundesport: Ruhige Sportarten

Liebe Leser, in diesem Artikel werde ich den Hauptbereich "Ruhige Sportarten" etwas genauer definieren und die einzelnen Sportarten, die in diesen Bereich fallen, genauer erklären.

Unterordnung

Mit Unterordnung ist gemeint, dass der Hund dem Besitzer gehorsam folgt, dies ist essentiell für jeglichen weiterführenden Sport. Die Unterordnung hat in der Hundeausbildung den wohl höchsten Stellenwert, da sie den größten "Gebrauchswert" für den Hundehalter mit sich bringt. Es gibt im Leben mit einem Hund keinen Tag an dem er nicht gehorchen muss. Ein folgsamer Hund ist die Basis für ein angenehmes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund. In dieser Disziplin herrscht die meiste Harmonie zwischen Hund und Hundeführer. Die Unterordnung, oder auch BGH/BH genannt, teilt sich in vier verschiedene Kategorien, die BGH-A, BGH 1, BGH 2 und BGH 3. Die dort geforderten Übungen umfassen die Leinenführigkeit, Sitzübung, Ablegen, Platz und Freifolge (die Freifolge ist das Arbeiten ohne Leine). Der Hund darf sich während dessen nicht von der Umwelt ablenken lassen, wie zum Beispiel durch Fremde, Autos oder ähnliches.

Fährtenarbeit (Nasenarbeit)

Bei der Fährtenarbeit, manchmal auch Nasenarbeit genannt, erlernt der Hund das "erriechen" einer vom Hundeführer (später auch von Fremden) getretenen Spur, welche mit tiefer Nase (knapp über dem Boden) erschnüffelt werden muss. Beim Identifizieren sollte der Hund die Witterung einer bestimmten Person aufnehmen, anhand von Gegenständen (zum Beispiel Stofffetzen) die ausgelegt werden. Der Hund soll nun aus mehreren Gegenständen mit demselben Geruch den richtigen herausfinden und diesen zum Hundeführer bringen. Das Stöbern unterscheidet sich von der Fährtenarbeit dadurch, dass hier mit erhobener Nase und ohne Fährte nach einem Menschengeruch gesucht wird.

Schutzarbeit

Zu Unrecht wird die Schutzarbeit sehr oft mit Begriffen wie "Scharfmachen", Aggression, Kampfhund oder ähnlichem deklariert. Jedoch ist dies bei der Schutzarbeit in keinster Weise der Fall. Die Ausbildung basiert auf Förderung und kontrolliertem Ausleben eines vorhandenen Triebes, Spiel und Kampf um die Beute und der absoluten Bereitschaft sich dem Menschen unterzuordnen. Der Hund erlernt einen Angriff auf seinen Menschen energisch abzuwehren, das Entwaffnen des Scheintäters durch den Hundeführer aufmerksam zu überwachen und das anschließende Abführen zu eskortieren, sowie Fluchtversuche durch Nacheilen und Zufassen zu verhindern und den gestellten Scheintäter zu bewachen. Der Hund hat zwei Mutproben zu bestehen, einen Angriff eines Scheintäters mit einem Stock und einen mit einer Schusswaffe, beide Male muss er die Angriffe energisch und sicher abwehren. Ein richtig ausgebildeter Schutzarbeitshund ist daran zu erkennen, dass er sich vor, während und nach der Schutzarbeit vom Schutzhelfer anfassen und streicheln lässt ohne Aggressionen zu zeigen.

Jagdhundeausbildung

Die Anforderungen an einen Jagdhund sind sehr hoch, soll er doch äußerst gehorsam sein, gute Anlagen mitbringen, Wildschärfe aufweisen und noch vieles mehr. Innerhalb von den ersten drei Lebensjahren muss der Hunde folgende Prüfungen ablegen: Anlagenprüfung für Vorstehhunde, Anlagenprüfung für Bau- und Erdhunde, Feld- und Wasserprüfung und zu guter letzt die Schweißsonderprüfung. All diese Prüfungen sind für den Jäger sehr wichtig, da der Gesetzgeber rundum gut ausgebildete Jagdhunde vorschreibt. Es wird im Welpenalter spielerisch begonnen und zieht sich durch das gesamte Hundeleben. Jagdhunde müssen außerdem absolut Schusssicher sein.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass in allen hier beschriebenen Sportdisziplinen das beste Ergebnis nur erreicht werden kann, wenn Hund und Mensch ein unzertrennliches Team sind und alles ohne Druck, nur durch Lob und Spiel, erlernt wird.

Wichtige Informationen!Weblinks:
Hundesport, was ist das eigentlich?

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