Der Hund ist ein Rudeltier und so ist es wichtig, den Hund gezielt in die Familie zu integrieren. Der beste Zeitpunkt für diese Integration ist im Welpenalter von sieben oder acht Wochen. In dieser Phase sind die jungen Hunde am empfänglichsten für eine spätere Prägung. Aber natürlich kann ein Hund jedes Alters sich gleich gut in sein neues zu Hause einfügen, wenn ihr nur ein paar Dinge beachtet.
Die Ankunft:
Ihr dürft nicht vergessen, dass ein neues zu Hause für den Hund erst einmal Stress bedeutet. Er wird sich wahrscheinlich zuerst zurückziehen und sich ein ruhiges Plätzchen suchen. Dies wird vielleicht nicht die bereit gelegte Decke oder Körbchen sein. Gönnt eurem neuen Familienmitglied diese Ruhe und stört ihn nicht gleich. Wenn er sich sicherer fühlt, wird er von selbst zu euch kommen.
Die ersten Stunden und Tage nach seiner Ankunft solltet ihr ihn nicht gleich stundenlang alleine lassen. Achtet drauf, dass er spürt, dass ihr Verständnis für ihn habt und für ihn da seid. Geht normal mit ihm um, auch wenn er anfangs ängstlich erscheint.
Bittet eure Kinder ruhig mit dem Tier umzugehen. Kinder neigen dazu, den Hund streicheln zu wollen, ihn anzufassen und ihn erforschen zu wollen. Das bedeutet für das Tier unnötigen Stress. Erklärt euren Kindern, dass er sich erst eingewöhnen muss und es für ihn eine komplett neue Situation ist.
Die Phase der Eingewöhnung:
Egal, ob du einen Welpen hast, der noch nichts kennt oder bereits einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim, der vielleicht schon schlechte Erfahrungen machen musste, Hunde müssen sich an ihre neue Umwelt gewöhnen. Lass ihn langsam alles kennen lernen. Gewöhne ihn an den Straßenverkehr, an Autos, Treppen, aber auch an Menschenansammlungen und andere Tiere. Zuerst muss der Hund dir vertrauen, damit er lernen kann mit anderem Ungewohntem umzugehen.
Gib ihm seine Zeit und auch wenn du ihn am liebsten gleich jedem zeigen würdest, nehme erst einmal Rücksicht und lasse nur die engste Familie um ihn herum. Freunde, Bekannte und Verwandte können ihn in dieser Phase leicht überfordern und verängstigen. Nach ein bis zwei Wochen sieht seine Welt schon viel freundlicher und gelassen aus.
Hast du bereits schon einen oder mehrere Hunde, wird es am Anfang wohl zu Gerangel kommen. Dies ist im Rudel aber üblich und sollte dir keine großen Sorgen bereiten. Versuche schon im Vorfeld herauszufinden, wie verträglich dein Hunde mit anderen Hunden sind und ob sie einen möglichen neuen Mitbewohner akzeptieren.
Vergesse nie viel Verständnis in der Anfangsphase zu haben. Dein Hund braucht Zeit um Vertrauen zu gewinnen, gerade wenn er vorher einen schlechten Platz hatte oder aber aus dem Tierheim kommt. Mit Geduld und Zeit wird sich dein neuer Freund wohl in seiner Umgebung fühlen und dir sein vollster Vertrauen und seine Liebe schenken.
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