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Haustiere machen gesund

Tiere als Begleiter im Alter

Mittwoch, 04. Juli 2012
Autor: Vivatier
Haustiere machen gesund
Alte Leute und die Tiere

Haustiere tun älteren Menschen gut. Das belegt nun auch eine Studie des deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Demnach gehen Menschen, die ein Haustier haben, seltener zum Arzt. Sie sind weniger anfällig für Grippe oder Rückenschmerzen. Herzinfarktpatienten haben eine viermal höhere Überlebenschance als Menschen ohne Haustiere. Marion Dudla vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn sagt: "Sie schützen sogar vor Depressionen und wirken sich positiv auf den Blutdruck aus."


Tierische Heiler

Tiere sind gleichzeitig körperliche und seelische Medizin. Die Freude über einen tierischen Begleiter ist gerade bei Senioren groß. Viele ältere Menschen leben allein und für sie ist ein Haustier ideal, weil es die Einsamkeit vertreibt. Das einfache Berühren des Tieres wirkt schon beruhigend. Durch das warme Fell erweitern sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Außerdem entstehen schnell neue Bekanntschaften bzw. soziale Kontakte zu anderen Tierbesitzern, die sehr wichtig für das seelische Gleichgewicht sind. Auch die Dauer des Haustierbesitzes hat einen Einfluss auf die Gesundheit. Vor allem bei denjenigen, die ihr Tier länger als fünf Jahre besitzen, tritt dieser Effekt auf.


Wahl des Tieres

Aber nicht nicht jedes Haustier passt zu jedem Senior. Deshalb sollten sich schon im Vorfeld Gedanken über die mögliche zukünftige Lebenssituation gemacht werden. Zum Beispiel sind Hunde ihr Leben lang treue Gefährten, aber eine Antwort auf die Frage "Was geschieht mit dem Hund, wenn ich in länger in ein Krankenhaus muss?", ist schwer zu finden. Gassigehen und Tierarztbesuche müssen in den Alltag integriert werden und jedes Tier braucht besondere, seinem Alter entsprechende Aufmerksamkeit. "Schwierig wird es, wenn man am Ende feststellt, dass man sich übernommen hat", bedauert Dudla.

Hilfe bei der "Gefährtenwahl" unter: www.apotheken.de

Tipp

Sie rät deshalb jedem sich, beispielsweise beim Tierschutzbund oder im nächstgelegenen Tierheim, genau zu erkundigen. Wenn die Verantwortung für ein eigenes Tier doch zu groß ist, besteht immernoch die Möglichkeit sich zum gelegentlichen Gassigehen oder streicheln zu melden. Das wäre ein optimaler Kompromiss, mit dem sich Mensch und Tier zurecht finden können.

(TW)

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