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Felsgestein rettet Fische

Freitag, 31. Juli 2009
Autor: Thomas Koe
Felsgestein rettet Fische
©star5112/flickr.com

Vor gut einem Jahr versenkte Greenpeace mehrere Tonnen an großen Granitsteinen um das Außenriff bei Sylt. Obwohl das über 5000 Quadratkilometer große Gebiet in der Nordsee bereits vor mehreren Jahren als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden war, haben Fischer darin immer wieder ihre Schleppnetze ausgeworfen und den Boden umgepflügt. Durch eine illegale Aktion konnten Greenpeace-Aktivisten diesen zerstörerischen Fischereimethoden nun Einhalt gewähren.

Eigentlich hätten es 1000 Tonnen Felsgestein werden sollen, welche die Fischerei mit Schleppnetzen behindern sollten, da sich große Steine in den Netzen verfangen. Nachdem die Umweltschützer im August 2008 mit der Verteilaktion begonnen hatten, wurde das Vorhaben bald darauf von den deutschen Behörden untersagt. So konnten nur rund 300 Tonnen Gestein um das Riff in der Nordsee versenkt werden.

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Das Segelschiff der Umweltschützer
©greenpeace_finland/flickr.com

Heute, ein Jahr danach, wurde ein meeresbiologisches Gutachten über die Folgen der Greenpeace-Aktion fertig gestellt. Wie sich zeigt, war das Unterfangen auch mit weniger Gestein ein echter Erfolg. Biologen haben den Zustand der Steine in ca. 30 Metern Tiefe untersucht und sind dort auf vielfältiges Leben gestoßen. Die Felsen sind nicht nur Lebensraum für Seenelken und Moostierchen, sondern bieten auch dem Butterfisch und dem Zwergbutt ausreichend Nahrung und Schutz. Auch Tintenfische legen dort jetzt ihren Laich ab.

Weiters bestätigen Biologen, dass die Schleppnetzfischerei in dieser Gegend eingestellt wurde. Das Ziel der Umweltschützer konnte also erreicht werden. In den kommenden Wochen werden zwei ähnliche Projekte auch in schwedischen Gewässern durchgeführt. Anders als in Deutschland wird das Projekt von den schwedischen Behörden als geeignetes Mittel für die Erhaltung der Artenvielfalt angesehen.

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