Euer neuer Mitbewohner muss natürlich auch gewisse Regeln befolgen. Ihr seid hier gefragt, euren Hund richtig zu erziehen. In dem folgenden Artikel wollen wir erst die wichtigen Grundinformationen liefern. In späteren Artikeln lernt ihr Tricks und die Basisbefehle.
Erziehungsschritt 1: STUBENREINHEIT
Seid nicht böse, wenn er nicht gleich von Anfang an stubenrein ist, auch wenn Hunde dazu neigen von selbst stubenrein zu sein. Dennoch liegt es an euch, eurem Hund stubenrein zu erziehen. Wenn in eurem Haus oder eurer Wohnung etwas schief geht und ihr den Hund just in dem Moment erwischt, seid konsequent und sprecht laut mit ihm und geht sofort anschließend nach draußen. Achtet generell auf ein Anzeichen der Unruhe und reagiert darauf mit einem Spaziergang. Verrichtet euer Vierbeiner sein Geschäft draußen, spart nicht mit Lob. Belohnt ihn mich Leckerli und guten Worten. Er soll wissen, dass er alles richtig gemacht hat.
Ihr kennt euren Hund noch nicht sonderlich gut und wisst seine Körpersprache noch nicht zu deuten. Achtet aber auf folgende Verhaltensweisen: Manche Hunde fiepen, laufen nach dem Wachwerden unruhig im Zimmer umher oder fangen an zu niesen, ihr Kinn zu reiben oder Sie einfach nur anzuschauen! Andere verlassen das Zimmer. Solltest du diese Anzeichen bemerken, beeile dich mit deinem Hund schnellst möglich nach draußen zu kommen.
Erziehungsschritt 2: GASSI–GEHEN
Falls euer Hund schon ausgewachsen ist und weder Leine noch Halsband kennt, möglicherweise schreckhaft oder ängstlich ist, eignet sich am besten ein Geschirr. Bei Welpen kannst du selbst entscheiden was du wählst. Bei einem Geschirr hast du in jedem Fall eine bessere Kontrolle. Bei einem Halsband kann es möglicherweise passieren, dass sich euer Vierbeiner aus dem Halsband schlüpft. (Euren Hund könnt ihr z. B. bei TASSO registrieren. Falls es mal entwischen sollte, kann der Besitzer leicht ermittelt werden).
In den ersten Tagen solltet ihr nicht gleich riesige Wanderungen und Spaziergänge unternehmen und ihn ebenfalls nicht zu Freunden oder in ein Einkaufszentrum zwingen. Der Hund muss sich auch erst an das regelmäßige Gassi-Gehen gewöhnen und seine Muskulatur aufbauen.
ERNÄHRUNG:
Euer Hund sollte feste Futterzeiten haben. Am Anfang ist es sinnvoll etwas öfter und kleine Portionen zu geben. Durch Futterumstellung und den ganzen Stress kann es zu Durchfall die ersten paar Tage kommen. Dies ist nur schlimm, wenn dies mehr als drei Tage andauert.
Ermöglicht eurem Hund eine feste Futterstelle und vermeidet das Füttern von Mischfutter (Flocken mit Fleischpellets und Gemüse). Danach solltet ihr eurem Vierbeiner zwei bis drei Stunden Ruhe gönnen. Anstelle von Leckerlis wie Ochsenziehmer, Schweineöhren und Büffelhautprodukten, aber auch Milchprodukten wie Joghurt und Quark solltet ihr ihm getrocknetes Brot (am besten Weißbrot) oder ein kleines Stückchen mageren Hartkäse oder ein Stück Banane geben.
TRINKVERHALTEN
In den ersten Tagen kann es sein, dass euer Hund sehr viel trinkt. Das heißt nicht gleich, dass er Probleme mit der Niere hat. Es kann hier einfach nur an der Umstellung liegen. Achtet darauf, dass ihr öfter nach Draußen geht und bietet im vor dem Schlafen gehen nicht zu viel Wasser an, damit nachts kein Unglück passiert. Gebt ihm über Nacht nur eine kleine Ration Wasser.
1. Grundlagen zur Hundeerziehung
• Warum Hundeerziehung wichtig ist• Wie ein Hund lernt
• Die richtige Motivation
• Das richtige Belohnen
• Die Sozialisierung
2. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund
• Das Dominanzverhalten• Vertrauen schaffen
• Die neue Welt kennen lernen
• Die wichtigsten Hilfsmittel bei der Hundeerziehung
Weitere Artikel folgen.



