Auch Tiere können an Krebs sterben. Dabei durchleben sie ähnlich quälende Schmerzen wie krebskranke Menschen. Da bislang keine Chancen auf Heilung bestanden haben, waren Tierärzte gezwungen, die Tiere durch Einschläferung von ihren Leiden zu befreien. Doch das scheint nun Vergangenheit zu sein.
Ist ein Tier krank, leidet der Tierhalter meistens mit. Sagt der Veterinär, dass er keinen anderen Weg als die Einschläferung sieht, bringt das viele in ein moralisches Dilemma. Wer kann schon leichten Herzens den Auftrag zur Tötung seines Tieres geben? Zu Erkennen, dass es das Beste für das Tier ist, ist oft ein schwieriger Prozess. Nun hat die Tiermedizin aber neue Wege entdeckt, wie auch das Leben von kranken Tieren verlängert werden kann. Was bislang den Menschen geholfen hat, soll nun auch am Kleintier angewendet werden.
Nachdem bereits eine Tierarztpraxis in der Schweiz sowie eine Tierklink in der Nähe von Frankfurt am Main eine Chemotherapie für krebskranke Haustiere anbieten, versuchen nun auch Veterinäre in Dänemark krebskranke Tiere zu retten. Die Nachfrage nach einer Chemotherapie für Tiere sei immens, zumal laut einem dänischen Zeitungsbericht jeder dritte Hund und jede vierte Katze an Krebs sterben würde.
Für viele Tierhalter ist die Chemotherapie eine erfreuliche Nachricht, andere sehen das allerdings kritisch. So ist beispielsweise eine dänische Tierschutzorganisation strikt gegen die Chemotherapie für Tiere. Die Tiere müssen sowieso sterben, eine Chemotherapie zögert den Tod nur hinaus. Den Preis dafür bezahlen die Tierhalter mit viel Geld und die Tiere mit großen Schmerzen. „Wir müssen aufpassen, die Tiere nicht zu sehr vermenschlichen“, wird eine Tierärztin von den Medien zitiert. Solange ein Tierleben nicht um mindestens vier Jahre verlängert werden kann, ist eine solche Therapie für sie nicht sinnvoll.
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