Was sind Beschwichtigungssignale?
Das sind Handlungen, die die Hunde zum Konfliktlösen einsetzen. Hunde vermeiden Auseinandersetzungen und setzen diese Signale ein, um Konflikte zu entschärfen und Spannungen abzubauen.
Wann setzen Hunde Beschwichtigungssignale ein?
Unsere Hunde setzen immer die sogenannten Calming Signals ein, wenn sie selbst, andere Hunde oder Menschen beunruhigt sind. Der Unterschied zwischen den Menschen und Hunden ist, dass die anderen Hunde immer antworten („Ah ok, ich habe gesehen, dass du beunruhigt bist, aber von mir geht keine Gefahr aus, du kannst dich wieder entspannen.“). Wir Menschen antworten den Hunden aber nicht, im schlimmsten Falle bestrafen wir ihn, weil wir sein Verhalten fehldeuten.
Welche Beschwichtigungssignale gibt es?
Hier mal die gängigsten Calming Signals unserer Lieblinge:
- Nase schlecken / züngeln
- Blinzeln
- Kopf zur Seite wegdrehen
- Gähnen
- Sich mit dem Rücken zum Hund / Menschen stellen
- Verlangsamung von Bewegungen (langsames Zukommen)
- Sich ruhig hinsetzen oder hinlegen
- Am Boden schnüffeln
- Vorderkörper Tiefstellung / verbeugen
- Pfote heben
- Bogen um einen anderen Hund laufen (bei Begrüßungen)
- Splitten (sich zwischen Hunde stellen, sie voneinander trennen. Bei Umarmungen / Körperkontakt der Menschen können die Hunde dies als Streit interpretieren und sich zwischen die Menschen drängeln, was kein Zeichen von Dominanz sein muss, sondern ein Beschwichtigungszeichen sein kann)
- Pinkeln
Ein bedrängter Hund wird zuerst Beschwichtigungssignale aussenden und erst, wenn diese keine Beachtung finden und der Hund keine Möglichkeit hat, sich aus der Situation herauszuziehen, wird er zum Beispiel knurren, um Distanz zu bekommen. Nützt dies nichts, so wird der Hund schnappen oder sogar beißen, um sich aus dieser Situation zu befreien.
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© 2008 Mona Ottner, Sofawolf e.V. |
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Weiterführende Literatur:
Turid Rugaas: Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde.
Animal Learn Verlag, 2001. ISBN 3-9361-8801-7

